Anlage vorübergehend geschlossen / Strafanzeige gestellt / Zeugen des Vorfalls gesucht

Vandalen legen Skaterbahn lahm

In die Abfahrtsrampe wurden mit Brachialgewalt Löcher getreten. Die ziemlich neue Anlage kann und darf so nicht benutzt werden.

Thedinghausen - Die kürzlich erst eröffnete Skateranlage an der Bahnhofstraße in Thedinghausen ist bereits wieder gesperrt worden – bis auf Weiteres, wie das Ordnungsamt im Rathaus auf unsere Nachfrage mitteilte.

Absperrbänder und Verbotsschilder signalisieren deutlich, dass der Betrieb eingestellt ist. Der Grund: Einmal mehr wüteten Vandalen auf dem Areal direkt an den Gleisen. In die Abfahrtsrampe wurden mit brutaler Gewalt zwei große Löcher getreten, die jetzt eine Gefährdung für alle Nutzer darstellen. Die Tat geschah höchstwahrscheinlich am Wochenende.

Kaputte Scheiben im alten Lok-Schuppen.

Bei einer Ortsbegehung wurde zudem registriert, dass mehrere Scheiben des direkt angrenzenden Lokschuppens eingeworfen worden sind. Zudem wurde Gleisschotter über das Gelände verteilt. Inwieweit alle Taten in einem direkten Zusamenhang stehen, ist noch ungewiss. Sönke Haverich, Leiter des Thedinghauser Ordnungsamtes, nimmt an, dass Jugendliche, für die das Gelände samt der aufgestellten Bänke ein idealer Anlaufpunkt ist, die Verursacher sind. Haverich: „Wobei eher unwahrscheinlich ist, dass die Kinder und Jugendlichen, die die Skaterbahn regelmäßig nutzen, ihre Anlage zerstört haben.“

Unklar ist, ob Einheimische oder Übeltäter von außerhalb für die Zerstörungen verantwortlich sind. Für die Betreuung der jugendlichen Skater und BMX-Fahrer auf der Anlage ist Sozialarbeiter und Streetworker Ulf Roselius zuständig. Aber der ist natürlich nicht ständig vor Ort.

Wie berichtet, hatte es vor einigen Wochen bereits einmal Zerstörungen auf dem Areal gegeben.

Die Gemeindeverwaltung hat diesmal Strafanzeige gestellt. Hinweise auf die Verursacher nehmen die Polizeistation in Thedinghausen (Telefon 04204/402) oder das Ordnungsamt im Thedinghauser Rathaus (Telefon 04204/8826) entgegen.

„Sollen die Täter ermittelt werden, nehmen wir diese beziehungsweise deren Eltern natürlich in Regress“, so ein sichtlich verärgerter Sönke Haverich.

Das ändert im Moment allerdings nichts daran, dass die Anlage, die immerhin rund 30 000 Euro gekostet hat und die erst nach jahrelangem Gerangel endlich aufgestellt worden war, erst einmal nicht mehr zu benutzen ist. Die Gemeindeverwaltung will jetzt von der Aufsteller-Firma die Kosten für die Reparatur ermitteln lassen. Die Inaugenscheinnahme und die Wiederherstellung dürften eine Weile dauern, ganz davon abgesehen, dass letztlich der kommunale Steuerzahler für den Schaden aufkommen muss.

sp

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