Superintendentin Schölper auf Visitationstour

Vom Ursprung der Höfe Riede und Schlieme

Start zur Visitations-Tour war das Gemeindehaus nahe der Kirche - von links: Bianca Purnhagen, Harald Lochte, Margitta Böse, Elke Schölper, Birgit Bredereke, Ulrike Beet, Manuela Purnhagen und Tourenleiter Andreas Schumacher. - Foto: Behr

Riede - Alle sechs Jahre besucht der Kirchenkreis Verden seine Kirchengemeinden, „um nach dem Rechten zu sehen“. Offiziell heißt das Visitation. Da Superintendentin Elke Schölper auch die Vorsitzende des Kirchenkreisvorstands ist, der die laufenden Geschäfte des Kirchenkreises führt und die Arbeit der Kirchengemeinden fördert, hat sie auch die Aufsicht darüber.

Nun besuchte Elke Schölper die St. Andreas-Kirchengemeinde Riede, in der sie kürzlich auch Riedes neue Pastorin Birgit Bredereke begrüßt hatte. Vorgesehen war neben den Gesprächen mit Kirchenvorstand, Bediensteten, Kontrollen sowie Überprüfungen der Kirchenbücher eine Visitationstour per Fahrrad durch Riede-Heiligenbruch und Felde. Dazu begrüßte Organisator Andreas Schumacher Elke Schölper, Birgit Bredereke sowie einige Mitglieder des Kirchenvorstands am Gemeindehaus und auf ging’s zur sportlichen Tour.

Die Fahrt begann mit Erklärungen über die Rieder Kirche, das frühere Pfarrhaus und die Volksschule. Die alten Grabsteine am Ostgiebel der Kirche gaben Hinweise auf die alten Höfe-Namen Schlieme und Ketsche. Somit war Ketsche das nächste Ziel. Andreas Schumacher wies auf dem Hinweg zunächst auf die Entwicklung der Landwirtschaft in Riede hin, derweil kam der große Kuhstall von Köten-Ortmann in Sicht, verbunden mit einem herrlichen Ausblick in die Feldmark. Ein Paradebeispiel, wie altes wieder zu neuem Glanz erstrahlen kann, war dann auf der Ketsche zu sehen.

Andreas Schumacher erläuterte die früheren Gegebenheiten, etwa dass es früher aus dem Munde eines Landrats aus Riede geheißen hatte: „Riede soll ein Bauerndorf bleiben.“ Die Tour führte dann in die Ortsmitte, zum großen Stein mit dem Wappen der Gemeinde Riede auf dem ehemaligen Denkmalsplatz.

An der Dorfstraße beim Hof „Jan Meyer“ (heute Rolf und Marlies Meyer), erzählte der Tourenleiter die Geschichte der Ida von Elsdorf. Sie hatte einen Sohn, der von seinem Verwandten Markgraf Udo getötet wurde. Ida ging nach Rom zu ihrem Onkel Papst Leo, der ihr riet, zu vergeben. Gesagt, getan. Zur Nutznießung erhielt sie 300 Hufen (altes Flächenmaß) Land, darunter die Haupthöfe Riede und Schlieme. Das waren auch für einige KV-Mitglieder neue Erkenntnisse aus der Geschichte Riedes.

Durch die Schulstraße, An der Reihe und Auf dem Felde mit Kindergarten, Turnhalle, Grundschule und Feuerwehrhaus ging es weiter über die Bruchstraße, Wegstätte nach Heiligenbruch. Hier erzählte Frank Hanfeld einiges aus seinem Wissensschatz.

Die Tour führte dann nach Felde zum Rövekamp, wo die KV-Mitglieder Manuela und Bianca Purnhagen die Führung übernahmen. Sie erläuterten, wie die Schule früher war und wie Felde und die ersten Vollmeier-Höfe um circa 1240 entstanden. Den Abschluss bildete eine Stärkung im Gasthaus Schierloh. So lernte Riedes neue Pastorin Birgit Bredereke auf dieser Tour auch gleich ihren neuen Wirkungskreis kennen. - jb

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