SPD ratlos / CDU vorn / Die Kleinen als Zünglein an der Waage

„Der Trend war gegen uns“

Die Zahl der Sitze verdoppelt: Kein Wunder, dass man bei der UBL bester Laune ist. - Foto: Albrecht

Samtgemeinde - Die SPD ist der Verlierer der Wahl zum Samtgemeinderat – da beißt keine Maus den Faden ab. Vier Prozentpunkte und zwei Sitze Verlust müssen verkraftet werden. Dennoch sind die Sozialdemokraten natürlich noch nicht in der Versenkung verschwunden. Bei jeweils zehn Stimmen sind sie zusammen mit der CDU immer noch stärkste Kraft. Die wiedererstarkten Christdemokraten haben ihr Wahlziel, die meisten Stimmen zu erringen, dank eine guten Teamleistung erreicht.

Höchst interessant verspricht in den nächsten fünf Jahren jedoch das „Drumherum“ zu werden. Das fängt an bei der Linken, die mit dem jungen Finn Stark erstmals vertreten ist. Sehen lassen kann sich das Resultat von Ex-CDUler und Einzelbewerber Heinz von Heinz von Hollen mit fünf Prozent.

In der Samtgemeinde engültig angekommen ist die UBL, die im Samtgemeinderat um einen Sitz auf jetzt zwei zulegen konnte. Einen Sitz verlor die Grüne Liste. Bürgermeister Harald Hesse, von den Grünen aufs Schild gehoben, hat allerdings auch Stimmrecht im Samtgemeinderat.

„Der Trend war ein bisschen gegen uns“, analysiert Diethelm Ehlers (SPD) den Ausgang des Urnenganges. „Ich weiß auch nicht warum,. Wir werden aber weiter konstruktive Politik betreiben.“

Thomas Metz (CDU) zeigt sich natürlich gut gelaunt.„Die künftige Ratsarbeit verspricht interessante Konstellationen, wobei wir ein gewichtiges Wörtchen mitreden werden.“

Das will auch die UBL. Daniel Strassner: „Vor fünf Jahren hat uns eine einzige Stimme zu einem zweiten Mandat gefehlt. Diesmal konnten wir den Spieß umdrehen, was uns natürlich freut. In der neuen Legislaturperiode werden wir schärfer rangehen.“

Dieter Mensen von den Grünen sieht den Realitäten ins Auge. „Wir haben Stimmen verloren, also geht auch der Sitzverlust in Ordnung – so bedauerlich das für uns ist. Höchsterfreulich ist, dass wir so viele Frauen in diesem Gremium platzieren konnten.“

Hochzufrieden zeigt sich Heinz von Hollen (parteilos): Dann kann das, was ich gesagt und getan habe, ja nicht so verkehrt gewesen sein. Daran werde ich anknüpfen. Auf den Samtgemeinderat kommt angesichts der Zusammensetzung mit sehr vielen Strömungen schwere politische Arbeit zu.“

Ein bisschen selbstkritisch zeigt sich Wolfgang Kaib (FDP). „Wir sind natürlich froh, dass die Liberalen mit Dieter Tank ´drin sind. Leider hat das schlechte Abschneiden in der Gemeinde Thedinghausen einen zweiten Sitz verhindert. - sp

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