Thedinghauser Bauhof ist auf Wintereinsätze gut vorbereitet 

60 Tonnen Salz – notfalls sofort Nachlieferung

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Bauhofleiter Kai Hübner neben einem von insgesamt vier bereit stehenden Streufahrzeugen. Im Hintergrund der maximal 52 Tonnen Streusalz fassende Silo-Turm auf dem Bauhofgelände. 

Thedinghausen - Als eigentlicher Schneemonat gilt den Männer vom Thedinghauser Bauhof erst der Februar. Doch bereits seit Anfang Oktober sind sie rundum auf Winter-Einsätze vorbereitet. Den ersten, kleineren hatten sie sogar schon. Am frühen 9. November – Donald Trump war gerade zum US-Präsidenten gewählt – fiel in hiesigen Regionen der erste Schnee des Jahres 2016.

Insgesamt 60 Tonnen Streusalz lagern an mittlerweile zwei Standorten in der Gemeinde. Maximal 52 Tonnen fasst der hohe Stahlturm auf dem Bauhofgelände. Außerdem gibt es ein mobiles Silo an der Schulstraße in Morsum.

Der Standort auf dem Morsumer Genossenschaftsgelände steht nicht mehr zur Verfügung, nachdem diese wegen Eigenbedarf der Gemeinde als Nutzerin der Fläche gekündigt hatte. Seit rund zwei Jahren gebe es zudem einen neuen Salzlieferanten, berichtet der 47-jährige Bauhofleiter Kai Hübner.

Die in Silos gelagerten Mengen reichten in den vorigen Wintern zwar stets mehr als aus. Vorsichtshalber wurde aufgrund etwas weiter zurückliegender Erfahrungen aber vertraglich mit vereinbart, dass bei Engpässen innerhalb von 24 Stunden Streugut nachgeliefert werden kann.

Die Vorräte in Thedinghausen stehen auch den Gemeinden Riede, Emtinghausen und Blender zur Verfügung, die keine eigenen Lagerplätze haben. Anfallende Kosten werden jeweils nach Verbrauch aufgeteilt und abgerechnet.

Eine generelle Winterdienstpflicht gebe es in der Bundesrepublik nicht, stellt Hübner prinzipiell klar. Es handele sich hier also um eine Dienstleistung der Gemeinden für die Bürger. Grundsätzlich seien Verkehrsteilnehmer laut Gesetzgebung selber dafür verantwortlich, sich auf winterliche Straßenverhältnisse angemessen einzustellen.

Vier Streufahrzeuge und zwei „Handkolonnen“

Für Streu- und Räumeinsätze stehen in Thedinghausen sieben Bauhof-Beschäftigte bereit. Vier Streufahrzeuge – zwei Großfahrzeuge und ein Schmalspurschlepper – gehören zum Maschinenpark an der Mühlenstraße. Zwei „Handkolonnen“ sind außerdem im Bedarfsfall unterwegs.

Ab 4.30 Uhr frühmorgens ist Kai Hübner an winterlichen Tagen wach und verfolgt den Wetterbericht im Radio. Falls erforderlich, alarmiert er danach die Kollegen in Bereitschaft, „so dass wir pünktlich ab 6 Uhr auf den Straßen sind“. Ein „Winterdienst-Durchgang“ dauert dann etwa bis 14 Uhr.

Gemeindeeigene Liegenschaften wie Kindergärtengelände, Rathausplatz, Bushaltestellen-Bereiche und natürlich die als Schulweg genutzten Straßen stehen oben auf der Liste beim Einsatz gegen Schnee und Eisglätte.

Auch andere innerörtliche Verbindungen wie die im Bruch oder der Deichverteidigungsweg rangieren ebenfalls weiter vorn. Spielstraßen hingegen würden nur bei Extrem-Wetterlagen wie Eisregen beimWintereinsatz berücksichtigt, macht Hübner deutlich.

Haltbar sind die StreusalzVorräte laut Bauhofleiter jeweils ein gutes Jahr. Zwar kondensiere bei der Lagerung den Sommer über immer etwas Wasser im Bodenbereich des Großbehälters. Nach zwei bis drei abtransportierten Ladungen gebe es mit der Feuchtigkeit aber keine Probleme mehr.

Vorläufig sei kein neuer Winterdienst-Alarm zu erwarten, weil es allen Voraussgen nach bis Ende November noch mild bleiben soll, weiß Kai Hübner. Damit habe sein Team Zeit, sich jetzt anderen wichtigen Arbeiten zu widmen.

Im nächsten Monat aber könnte sich die Einsatzlage schnell ändern, wenn die Temperatur passend zur Jahreszeit zur Null-Grad-Grenze oder noch etwas tiefer absacken sollte. 

la

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