Bernard Duchemin: Boule-Karriere im Eiltempo

Ticket zur deutschen Meisterschaft gelöst

Der Pétanque-Spieler aus Thedinghausen mit Philippe Quintais aus Frankreich, dem zwölfmaligen Weltmeister in dieser Sportart. Ihn traf Duchemin am Rande eines Turniers in Hannover.

THEDINGHAUSEN - Talent, starke Nerven auch vor größerem Publikum, viel taktisches Gespür, und vor allem auch Training, Training. Training sowie große Leidenschaft für diese womöglich bald olympische Sportart machten es möglich:

Nach nur fünf Monaten als vom Deutschen Pétanque-Verband (DPV) ausgewiesener Lizenzspieler in der Bremer Spielgemeinschaft Findorff (SGF) hat der 64-jährige Bernard Duchemin aus Thedinghausen schon den Sprung zu den Deutschen Ü-55-Pétanque-Meisterschaften geschafft. Die werden am 16. und 17. September im Boulodrome des nahe Stuttgarts gelegenen Ortes Spadelsberg ausgetragen.

Der in jungen Jahren als Jockey und nach dieser Karriere als Galopper-Trainer erfolgreiche, aus Paris stammende Thedinghauser stellt nun also in einer ganz anderen – typisch französischen – Sportart sein Können unter Beweis. Beim Pétanque – volkstümlich als Boule bekannt – geht es bekanntlich darum, größere silberne Kugeln per Wurf möglichst nahe an eine kleinere Kugel rollen zu lassen – zu „legen“ – oder aber besser platzierte Kugeln des Gegenspielers präzise „wegzuschießen“.

Auch in Deutschland steige die Beliebtheit dieses Sports, freut sich Duchemin. Etwa eine Million Boule-Spieler gebe es hier schon, darunter 200 000 bis 300 000, die wettkampfmäßig aktiv sind. Pétanque könne man auch im höheren Alter erfolgreich betreiben. Er habe zum Beispiel einen 80-jährigen Mann getroffen, der eindeutig der Beste eines „Triplette“ – ein Boule-Dreierteam – gewesen sei.

Auch jetzt bei den Meisterschaften in Spadelsberg treten Triplettes gegeneinander an. Duchemin und seine Oldenburger Mitspieler Irene Ostermeyer und Joachim Szekular qualifizierten sich als Team bei den Landesmeisterschaften in Hohnstorf an der Elbe als 19. unter 61 Mannschaften für den Bundeswettkampf.

Sie hoffen, auch dort gut mitzuhalten. Der Weg könnte dann sogar noch weiterführen, denn es gibt selbstverständlich auch Pétanque-Europa- und Weltmeisterschaften.

Dabei seien keineswegs nicht nur französische Teilnehmer vorn dabei, betont der Thedinghauser Spieler. Neben Belgien hätten etwa auch Thailand und Madagaskar starke Pétanque-Sportler. Und Deutschland habe gerade in diesem Jahr immerhin eine Bronze-Medaille errungen. - la

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