Vandalen im Neubaugebiet

Bauherren sauer: Nicht zum ersten Mal schlagen Unbekannte zu

Ali Sekeryemez schaut in seinem Neubau auf die demolierte Wand im Treppenhaus.
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Ali Sekeryemez schaut in seinem Neubau auf die demolierte Wand im Treppenhaus.

Thedinghausen – Verstreuter Bauschaum, ein weggestoßener Hubwagen und jede Menge demolierte Kalksandstein- und Schornsteinziegel – Vandalen treiben im Neubaugebiet am Fliederweg südlich der Bahnhofstraße ihr Unwesen. Bauherr Ali Sekeryemez ist sauer, auch wenn er sehr ruhig über das sprechen kann, was die ungebetenen Gäste in seinem Rohbau und bei Nachbarn angerichtet haben.

Auf mehrere hundert Euro schätzt er den Schaden, den die Narrenhände und -füße bei ihm angerichtet haben. Im Treppenhaus liegen überall Kalksandsteinziegel herum, die die Vandalen oben heruntergetreten haben, davon zeugen noch Fußabdrücke auf unversehrt gebliebenen Steinen. Die Innenwände werden mit diesem vergleichsweise leichten Baustoff gemauert, entsprechend mühelos kann man sie – die nötige Zerstörungswut auch dafür vorausgesetzt – eintreten. Selbst die Ziegel, die um den Schornstein herumgemauert sind, haben die Unholde beschädigt. „Ich weiß nicht, ob man das zukleben kann oder ob das neu gemacht werden muss“, fragt sich Ali Sekeryemez.

Die Nachbarn von Ali Sekeryemez haben als Reaktion auf die ungebeten Gäste die Hauszugänge und Fenster im Erdgeschoss mit Spanplatten gesichert.

Sein Haus mit zusätzlicher Einliegerwohnung für seine Eltern hat er noch nicht verbarrikadiert. Die Nachbarn haben das teilweise schon getan und ihren Eingang und die Fenster im Erdgeschoss der Rohbauten mit Spanplatten verriegelt.

Doch auch draußen finden die Vandalen genug Betätigungsfelder: So drehen sie Bauwasserhähne auf und lassen das Wasser über Nacht laufen. Wenn es in die Rohbauten fließt, können dem 30-Jährigen zufolge, immense Schäden entstehen.

Ali Sekeryemez hat zwar eine Bauherrenhaftpflichtversicherung, doch tatenlos wollen er und die anderen Bauherren dem Treiben nicht zusehen. Darum haben sie bei der Polizei Anzeige erstattet.

Auch den Schornstein haben die Vandalen beschädigt.

Jürgen Menzel, Pressesprecher der Polizeiinspektion Verden / Osterholz, bestätigt die Vorfälle. Konkret sind drei in die Akten der Beamten aufgenommen worden. So hätten der oder die Täter bereits in der Nacht vom 23. auf den 24. September frisch hochgezogene Wände umgetreten. Und Weihnachten hätten sie Baumaterial verstreut, einen Hubwagen umgeschmissen und wieder Wände umgetreten.

Die Polizei ermittelt entsprechend wegen Sachbeschädigung und bittet etwaige Zeugen, sich unter der Telefonnummer 04204 / 91 43 80 bei der Polizeistation in Thedinghausen zu melden. Alternativ nehmen auch die Kolleginnen und Kollegen in Achim unter 04202 / 99  60 Hinweise entgegen, da die Station in Thedinghausen bekanntlich nicht 24 Stunden am Tag besetzt ist.

Schon im Sommer hatte es Fälle von Vandalismus in der Eyter-Gemeinde gegeben. Damals waren Skulpturen und Bäume im Baumpark beschädigt worden. Eine Querverbindung zu den aktuellen Fällen könne aber mangels Erkenntnissen nicht gezogen werden, sagt Jürgen Menzel. Er bittet die Anwohnerinnen und Anwohner, sich bei verdächtigen Vorkommnissen an die Polizei zu wenden.

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