Verwaltung hat keine Bedenken

Geflügelmast und Sauenstall: Neubaupläne kaum umstritten

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Den Stall hinten möchte Landwirt Heinrich Denker durch einen verandaartigen Anbau wie am Stallgebäude links im Bild erweitern lassen, so dass es Auslaufplätze für insgesamt 700 statt bisher 400 Schweine des Betriebs gibt.

Thedinghausen - Eine Düngemittelhalle mit Waschplatz möchte der Inhaber des Geflügelmastbetriebs an der Schwarmer Straße in Beppen errichten lassen. Weiter sind ein Schleppdach und eine Fahrzeugwaage vorgesehen. Auch wenn kein Bebauungsplan für das betreffende Grundstück existiert, schlägt die Thedinghauser Verwaltung vor, das gewünschte gemeindliche Einvernehmen zu den Vorhaben zu erteilen.

Geflügelmast werde dort als Vollerwerb betrieben, urteilt die Gemeinde. Damit sei der Betrieb nach den Bestimmungen des Baugesetzes als privilegiert einzustufen. Zudem sei das Grundstück im Flächennutzungsplan als landwirtschaftliche Nutzfläche ausgewiesen und eine Erschließung über die öffentliche Gemeindestraße gesichert. Somit sei kein Grund zu erkennen, der gegen die neue Halle mit Waschplatz im Außenbereich des Ortes spreche.

Der Gemeinderat Thedinghausen hat das Thema am Dienstag, 21. August, auf der Tagesordnung. Die Sitzung beginnt ab 19.30 Uhr im Morsumer Schützen-Centrum. Es ist dann noch in einem weiteren Fall über das gemeindliche Einvernehmen zu entscheiden.

Dabei geht es um den Neubau von zwei Kraftfuttersilos und einen Anbau beim größeren Stallkomplex am Weg Schafkaben in Morsum. Am Sauenstall sind außerdem neue Ausläufe geplant. Insgesamt sollen gemäß Betriebsentwicklungsplan die vorhandenen Ställe des Landwirts durch die Umbauten auf den neuesten Stand gebracht werden, heißt es dazu in einer Sitzungsunterlage der Verwaltung.

Es könnten dann auch mehr Sauen im Stall untergebracht werden. Zurzeit würden noch etliche Tiere auf dem Haus- und Hofgrundstück an der Straße zum Fleet gehalten. Diese hätten dann in dem erweiterten „Deck- und Wartestall“-Vorbau Platz.

Auch bei diesem Vorhaben plädiert die Verwaltung dafür, gemeindliches Einvernehmen zu gewähren. Es handelt sich rechtlich gesehen ebenfalls um einen privilegierten landwirtschaftlichen Betrieb im Außenbereich. Gegenteilige Ausweisungen im Flächennutzungsplan oder in anderen Bauleitplanungen gebe es für den Bereich nicht, macht die Gemeinde noch deutlich. 

la

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