Thedinghausen: Bleibenden Blickfang vor Beginn der Kulturtage aufgestellt

Skulptur an der Eyter begrüßt jetzt Besucher

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Wladimir Rudolf (vorn) hat jetzt seine Skulptur in markantem Schwedenrot an der Eyter aufgestellt.

Thedinghausen - Es wird wohl ein spektakulärer Blickfang werden, die überlebensgroße Skulptur des Bildhauers Wladimir Rudolf an der Eyter im Bereich der Brücke am Ortseingang Thedinghausens. Das hoffen die Mitglieder des Kulturvereins, die sich für diese Installation stark gemacht haben und sie größtenteils durch Spenden finanziert haben.

Das Kunstwerk wird der Gemeinde Thedinghausen übergeben und kostet rund 8500 Euro. Anlässlich der zurückliegenden Ausstellungen gab es viele Höhepunkte, die den Besuchern im Gedächtnis geblieben sind. Darunter waren besondere Konzerte, künstlerische Mitmachaktionen und szenisches Maskenspiel. Doch nichts Greifbares beziehungsweise Sichtbares blieb im Ort zurück.

Die Skulptur soll ein herzliches Willkommen für alle Besucher Thedinghausens sein. „Gleichzeitig wird zum Ausdruck gebracht, dass der Mensch ein Teil der Natur ist und nicht ausgeschlossen wird“, freut sich Renate Wiebel vom Kulturverein.

Der Künstler hat die Figur auf einem fünf Meter langen Steg sitzend vor einigen Tagen aufgebaut und rot gestrichen. „Das ist das so genannte Schwedenrot“, beschreibt Rudolf die Farbe. Mit Kettensäge, Meißel und Raspeln hat Wladimir Rudolf die Figur geformt. Sie blickt sitzend mit Händen abgestützt in die Eyter.

Der Steg, wie die Skulptur ist aus Eichenholz gearbeitet, also höchst Wetter beständig. Dadurch, dass das Holz nicht mit dem Element Erde in Berührung kommt und wenn es alle paar Jahre gepflegt wird, machen ihm Witterungseinflüsse wie Regen und Sonne nichts aus. „Der Steg steht auf Kunststoffpfählen und als Verschraubungsmaterial wurden Edelstahlschrauben genutzt“, beschreibt Rudolf die Aufbauarbeit, die er mit einem Mitarbeiter in wenigen Stunden erledigt hatte.

Renate Wiebel war zur Abnahme gekommen und begeistert. „Dann kann ich ja meine Initialen einmeißeln“, und Rudolf griff zu Hammer und Meißel und kerbte ein R und W als Signatur ein.

So was wird erst gemacht, wenn das Kunstwerk fertig ist. Eine übrig gebliebene Stegbohle ließ sich Renate Wiebel vom Künstler signieren. Sie soll während der Kunsttage am 20. und 21. Juni an der Rathausscheune auf die Skulptur und weitere Werke von Rudolf hinweisen, die dann im Baumpark und im Schloss Erbhof zu sehen sind.

Mehr als 50 Künstler aus Norddeutschland zeigen während der Kunsttage an verschiedenen Ausstellungsorten in Thedinghausen unter dem Motto „Meer und mehr“ ihre Kunstwerke aus den Bereichen Malerei, Grafik, Bildhauerei und Fotografie.

ha

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