Gastronomie-Artikel versteigert

Abriss des Gasthauses Schröder naht

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Die Tage des Gasthauses Schröder sind gezählt. 

Thedinghausen - Eine Ära in Thedinghausen endet. Das Gasthaus Schröder an der Bremer Straße hat Ende Mai für immer seine Porten geschlossen. Mit der Versteigerung des gesamten Inventars durch das Auktionshaus Holste wurde das vorletzte Kapitel des traditionsreichen Betriebes abgeschlossen.

Neben etlichem Fachpublikum waren auch einige Nachbarn und Interessierte aus dem Ort zum letzten großen Auftritt des Gasthauses gekommen. Über fünfhundert Artikel brachte das Auktionshaus unter den Hammer. Ob nun Möbel und Dekorationen – angefangen von Garderobenleisten und -Ständern, Bildern oder Laternen – vieles fand den einen oder anderen Abnehmer. Für die Bestuhlung aus dem Saal, die in mehreren Posten unterschiedlicher Größe zusammengestellt war, gab es gleich mehrere Bieter, hingegen gab es für das Mobiliar aus Clubzimmer und Gaststube keine Interessenten.

Nachverhandlungen werde es nicht geben

Ein Nachverhandeln oder gar nach der Auktion noch einen Deal abschließen zu können, schloss Erdwig Holste kategorisch aus. Lediglich über Pflastersteine des Parkbereiches oder Zimmertüren könne man noch sprechen, kündigte Holste bei der Bekanntgabe der Regularien an.

Für einige Sachen waren schon im Internet Gebote eingegangen, die dann auch schnell ihren Zuschlag bekamen, weil sich im Saal kein Interessent finden ließ. Auch bei der Gastrotechnik und dem Geschirr ging längst nicht alles weg. „Bei den Spirituosen haben wir den Preis zu hoch angesetzt, da werden wir weiter runter gehen“, kündigte Holste an. „Gastronomie-Bedarf und Spirituosen fanden letztlich guten Absatz“, resümierte das Auktionshaus.

Viele Interessierte weilten bei der Versteigerung von Inventar und Mobiliar im Saal des Gasthauses Schröder.

In den kommenden Tagen herrscht dann gähnende Leere im Haus, in der unzählige Feierlichkeiten stattgefunden haben, in dem das Leben tobte und das dann nur noch von der guten Erinnerung an über 100 Jahre „Wirtschaft“ lebt. Auch bei dem gesundheitlich angeschlagenen Wirt des Familienbetriebes, Ralf Schröder, spielt ein Schuss Wehmut mit, „aber es geht nicht anders.“

Mitte Juli steht das letzte Kapitel an. Der gesamte Komplex wird der Abrissbirne zum Opfer fallen. An gleicher Stelle soll ab Oktober eine Wohnanlage entstehen.

ha/sp

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