Neuer GdS-Vorsitzender Golasowski treibt mit Vorstandsteam Planungen voran

Thänhuser Markt soll stattfinden

Reges Treiben und Menschenmassen in den Festzelten wird es dieses Jahr beim Thänhuser Markt aus bekannten Gründen nicht geben. Das Geschehen findet, wenn überhaupt, wohl eher draußen statt. Archiv
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Reges Treiben und Menschenmassen in den Festzelten wird es dieses Jahr beim Thänhuser Markt aus bekannten Gründen nicht geben. Das Geschehen findet, wenn überhaupt, wohl eher draußen statt. Archiv

Thedinghausen – Die Corona-Inzidenzzahlen sinken rapide, immer mehr Bürger sind gegen Covid-19 geimpft – da sei es erlaubt über die Aufnahme gesellschaftlicher Großveranstaltungen nachzudenken. Und genau das tut die Gemeinschaft der Selbstständigen (GdS) in Thedinghausen und wagt, die Planungen für den Thänhuser Markt Mitte September voranzutreiben.

Dabei ist es in diesem Jahr anders als in der Vergangenheit. Nicht allein wegen Corona, sondern weil der langjährige GdS-Vorsitzende Hans-Ludwig Durka zum 31. Mai seinen Abschied genommen hat. Und mit ihm ist auch ganz viel organisatorisches Wissen nicht mehr ohne Weiteres verfügbar. Gleichwohl: „Er hat mir einen Kubikmeter Akten gegeben.“ Das sagt Durkas designierter Nachfolger Wolfgang Golasowski.

Die GdS hat in ihren Reihen rasch einen Mann gefunden, der den ehrenamtlichen Posten übernehmen mag. Denn der Abschied Hans Durkas kam weder überraschend noch erfolgte er etwa wegen etwaiger Differenzen in der Spitze des Zusammenschlusses, unterstreicht Vorstandsmitglied Norbert Hess. „Wir sind bis aus Frank Lange (Stellvertreter, d. Red.) alles Rentner“, gibt der Fahrlehrer zu bedenken.

Auch Golasowski arbeitet seit 2015 nicht mehr. Der Jurist war lange Richter in Bremen, Geschäftsführer eines Rechenzentrums und zuletzt Staatsrat im Ressort für Umwelt, Bau und Verkehr in der Hansestadt. Seit der Pensionierung gibt er seine Erfahrung an Start-ups weiter. Vor zehn Jahren zog der frühere Präsident des Landgerichts Bremen nach Thedinghausen.

Als sogenanntes kooptiertes Vorstandsmitglied der GdS – die Wahl soll bei der Mitgliederversammlung am 6. Juli über die Bühne gehen – kann sich Golasowski nun also in die Planungen für den Thänhuser Markt schmeißen. Doch er schränkt gleich ein: „Ob wir ihn durchführen können, wissen wir heute noch nicht.“ Die Entwicklung des Infektionsgeschehens sei zu unsicher. Alles hänge an einem gescheiten Hygienekonzept. Diesbezüglich habe er schon Kontakt zum Bundesverband der Schausteller aufgenommen.

Zudem sei die GdS in Gesprächen mit der Rathausspitze um Gemeindedirektor Harald Hesse, der Unterstützung zugesagt habe, und mit dem Landkreis. Falls der Markt doch noch abgesagt werden müsse, werde die Entscheidung auf jeden Fall einmütig akzeptiert, betont Golasowski.

Partystimmung beim Thänhuser Markt 2019.

Stand heute geht die GdS davon aus, dass das Traditionsvolksfest über die Bühne gehen kann. „Wenn wir den Markt jetzt absagen würden, das Infektionsgeschehen sich dann aber so entwickelt, dass wir Mitte September merken, er hätte stattfinden können – das hätten wir uns und uns die Besucher und Schausteller nicht verziehen.“

Grundlage für die Planung, die mit „aller Kraft“ angegangen werde, ist die gültige Coronaverordnung; gibt es bis September eine mildere: umso besser. Konkrete Programmpunkte und detaillierte Konzepte gibt es indes noch nicht.

Der aktuelle GdS-Vorstand mit Marktmeister Manfred Masanek (r.): (v.l.) Norbert Hess, Edgar Maaß, Frank Lange und der designierte neue Vorsitzende Wolfgang Golasowski, der noch in einer Wahl bestätigt werden muss.

So viel steht aber laut Wolfgang Golasowski fest: Der Prolog am Donnerstag mit einer wie auch immer gearteten Nachfolgeshow für die Plattnachrichten fällt aus. 600 Leute in einem Zelt seien nicht vorstellbar, zumal liege die Hürde hoch, die die Plattsnackers aufgelegt hätten.

Bei hoffentlich gutem Wetter, für Mitte September nicht undenkbar, soll der Markt vom 17. bis 19. entsprechend eher als Freiluftveranstaltung konzipiert sein. „Man holt sich sein Bier draußen und trinkt es auch draußen“, sagt Golasowski.

Draußen wird es auch eine Autoschau und die Biomeile geben, Letztere aber ohne Rahmenprogramm. Details folgen zu einem späteren Zeitpunkt.

Laut Marktmeister Manfred Masanek muss spätestens sechs Wochen vor dem Markt die Entscheidung getroffen sein, ob er stattfinden kann. „Es muss ja auch machbar sein.“

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