Gemeinderat ist informiert

Tennisgemeinschaft möchte örtliche Halle erwerben

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Die Thedinghauser Tennishalle am Heidekamp soll verkauft werden. Die TGT hat Interesse daran, das Objekt zu erwerben und ist darum an die Gemeinde mit der Bitte um Unterstützung herangetreten.

Thedinghausen - Die Tennisgemeinschaft Thedinghausen (TGT) will die Tennis- und Squash-Halle am Heidekamp kaufen und bittet um Unterstützung durch die Gemeinde. Das gab Gemeindedirektor Harald Hesse auf der jüngsten Sitzung des Gemeinderates bekannt.

Inhaber Stefan Karczewski, der für die TGT in vielerlei Funktionen aktiv ist (vorrangig als Trainer), will das Objekt, zu dem auch eine Gastronomie gehört, aus gesundheitlichen Gründen verkaufen.

Karczewski hat die Halle zunächst „seiner“ TGT angeboten, denn ihm liegt natürlich am Herzen, dass dort weiterhin Tennissport betrieben werden kann. Es stehen aber auch andere Interessenten auf der Matte, die das großvolumige Gebäude nutzen möchten, beispielsweise als Lagermöglichkeit.

„Die Tennisgemeinschaft ist grundsätzlich nicht abgeneigt, die Halle zu erwerben“, erklärt hierzu auf Nachfrage Dieter Fischer, Vorsitzender der TGT. „Sonst hätten wir die Gemeinde ja nicht angesprochen.“

Finanzierung ist Hauptproblem

Das Problem bei der ganzen Aktion ist natürlich die Finanzierung. Mit der Gemeinde und dem Kreissportbund sind schon erste Gespräche mit Blick auf eine sogenannte Drittelregelung geführt worden – in Anlehnung an die Beteiligung dieser Institutionen am Bau der Thedinghauser Reithalle oder auch ähnlicher Vorhaben. 

Unverbindliche Vorgespräche haben ergeben, dass für die Tennishalle die Zuschussgelder frühestens 2020 fließen werden. Natürlich müssten auch die Mitglieder in die Tasche greifen. Ein Meinungsbild im Verein soll in Kürze auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung eingeholt werden.

Als Käufer würde, so Dieter Fischer, nur die TGT auftreten. Die Nachbarvereine wie Emtinghausen oder Blender wären natürlich nach wie vor gern gesehene Gäste. Vereinshallen gibt es beispielsweise auch in Verden oder Uesen.

Über die Einzelheiten eines möglichen Betreibermodells in Thedinghausen sind noch keine Entscheidungen gefallen. Das gilt auch für den Weiterbetrieb der Gastronomie. Hier käme auch eine Bewirtschaftung in Eigenregie, so ähnlich wie auf der Freiluft-Tennisanlage am Burgplatz, in Frage. 

Der jetzige Eigentümer von Halle, Gastronomie und Shop, Stefan Karczewski, hatte die Anlage vor neun Jahren von einer privaten Investorengruppe aus Thedinghausen übernommen. Karczewski würde dem Verein und den Tennisspielern aus der Umgebung gerne weiterhin als Trainer zur Verfügung stehen. Er legt zudem Wert auf die Feststellung, dass sich für die Nutzer in dieser und der nächsten Saison nichts ändern würde.

Gemeinde erwartet Konzept

Gemeindedirektor Hesse machte während der Ratssitzung deutlich, dass die derzeitige schriftlich vorliegende Willenserklärung des Vereins natürlich nicht ausreiche. Man erwarte einen formgerechten Antrag mit einem entsprechenden Finanzierungs- und Nutzungskonzept.

Zum Hintergrund: Der Verein hat knapp 340 Mitglieder, darunter zahlreiche Kinder und Jugendliche, steht auf soliden Beinen, hat keinen Mitgliederrückgang zu verzeichnen und ist der zweitgrößte im Landkreis. Derzeit nehmen 21 Teams am Punktspielbetrieb teil (im Winter in der Halle weniger).

sp

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