Gemeinde will an Modellprojekt teilnehmen

Tempo 30 auf der Landesstraße in Riede?

+
Die Felder Dorfstraße (L 331) könnte 2018 ein Schauplatz des Modellversuchs „Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen“ werden.

Riede/Felde - Zu schnelles Fahren auf der Durchgangsstraße in Riede und vor allem Felde ist seit Langem ein Thema – auch mit Blick auf die Schulwegsicherheit. Nun könnte der Raserei zumindest für einen überschaubaren Zeitraum ein Riegel vorgeschoben werden.

Wie Gemeindedirektor Harald Hesse auf der jüngsten Ratssitzung am Dienstagabend im Gasthaus Schierloh in Felde erläuterte, habe das Land Niedersachsen nämlich einen Modellversuch „Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen“ ins Leben gerufen und die Kommunen zur Teilnahme aufgerufen. Man müsse sich halt bewerben und hoffen, dass man im Ranking weit genug oben für eine Teilnahme stehe, so Hesse.

Bisherige Maßnahmen zeigten nur mäßigen Erfolg

Der Feldversuch „Tempo 30“ soll in etwa Mitte 2018 losgehen und ist dann mehrmonatig angelegt. Bewerbungsschluss ist Anfang Juli dieses Jahres. Ziel des Projektes ist es, die Auswirkungen von Tempo 30 zu erforschen, genauere Erhebungen vornehmen zu können und auch die Akzeptanz in der Bevölkerung zu erkunden.

Die Akzeptanz im Gemeinderat war jedenfalls schon einmal positiv. Man sprach sich einmütig für eine Teilnahme am Modellversuch aus. Harald Lochte (SPD) meinte: „So können wir einmal das Argument vieler übergeordneter Behördenvertreter aushebeln, dass der fließende Verkehr immer Vorrang hat.“ Bürgermeister Winkelmann (SPD) schob nach: „Wir probieren, vor allem in Felde, seit Jahren die verschiedensten Maßnahmen zur Erhöhung der Schulwegsicherheit – mit mäßigem Erfolg. Da kommt dieser Modellversuch gerade zum richtigen Zeitpunkt.“ Das sah auch Rolf Lübkemann (CDU) so: „Eine gute Sache, aber ich halte den Bereich NP-Markt, in dem die Schulkinder die Landesstraße queren, für noch vordringlicher.“ Wilfried Wessel (SPD) hingegen präferierte das Rieder Ortszentrum als Versuchsmeile.

„Konkrete und dauerhafte Umsetzung nicht in Sicht“

Wie der Antrag nun genau formuliert werden soll und die Feinheiten – welche Straßenabschnitte in die Bewerbungsmappe kommen, wird jetzt zeitnah ausgearbeitet. Dem Überschwang der Gefühle bei den meisten Ratsherren setzte nur Kevin Hustedt (SPD) eine abweichende Auffassung entgegen. „Schrecklich“ nannte er die Vorstellung, in Felde nur Tempo 30 fahren zu dürfen.

Dem schob Harald Hesse eine Beruhigungspille hinterher. „Wenn wir zum Zuge kommen würden – Tempo 30 wäre auf jeden Fall nur eine Testphase, die auch noch ausgewertet werden müsste. Eine konkrete dauerhafte Umsetzung von Tempo 30 in Riede oder Felde ist noch nicht in Sicht.“

sp

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Blutspuren von toter Journalistin in U-Boot entdeckt

Blutspuren von toter Journalistin in U-Boot entdeckt

Eiskalt oder scharf: Rezepte mit Pflaumen und Zwetschgen

Eiskalt oder scharf: Rezepte mit Pflaumen und Zwetschgen

Kaktusfeigen richtig öffnen

Kaktusfeigen richtig öffnen

VW Tiguan Allspace im Test: Wegen des Erfolgs verlängert

VW Tiguan Allspace im Test: Wegen des Erfolgs verlängert

Meistgelesene Artikel

SPD-Fest ohne Sigmar Gabriel

SPD-Fest ohne Sigmar Gabriel

Oldie-Treffen in Vethem: Ein Mekka der Trecker-Fans 

Oldie-Treffen in Vethem: Ein Mekka der Trecker-Fans 

Nasse Schwämme, volle Hosen, allerbeste Stimmung

Nasse Schwämme, volle Hosen, allerbeste Stimmung

Erst Finanzen für Liekenplan klären

Erst Finanzen für Liekenplan klären

Kommentare