Nachfragen aus dem Gemeinderat / Schröder-Inspektion ohne Beanstandungen

Stubbe verteidigt Treffen der Taubenliebhaber auf Erbhof

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Für viele Taubenfreunde aus nah und fern, darunter etliche mit russischen Wurzeln, ist der Thedinghauser Erbhof-Parkplatz einmal im Monat ein idealer Treffpunkt. Wenn es nach „Aufpasser“ Günter Stubbe geht, soll das auch so bleiben. ·

Thedinghausen - Zu einem kleinen Geheimtipp für Taubenzüchter hat sich der Thedinghauser Erbhof-Parkplatz in den letzten Jahren entwickelt.

Nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit strömen einmal im Monat, an jedem zweiten Sonntag, Taubenfreunde aus ganz Norddeutschland und noch weiter nach Thedinghausen. Vielfach sind es Liebhaber mit russischen Wurzeln, aber mittlerweile hat sich der „Markt“ auch bei hiesigen Züchtern etabliert. Sie tauschen, kaufen, schauen, fachsimpeln und klönen über Gott und die Welt. Inzwischen sind auch Hühner, Kanarienvögel und Kaninchen zu finden. Meist sind über 100 Züchter mit ihren Käfigen vor Ort.

Aber hat das Geschehen auch seine Richtigkeit? Das wurde auf der jüngsten Sitzung des Gemeinderates nachgefragt – dies auch vor dem Hintergrund, dass die Erbhof-Toiletten gelegentlich durch Taubenfedern verunreinigt gewesen sein sollen.

Gemeindedirektor Gerd Schröder hat sich der Sache angenommen und das bunte Treiben persönlich in Augenschein genommen. Soviel vorweg: Er gibt der Veranstaltung ein gutes Zeugnis. „Alles o.k., alle benehmen sich ordentlich und friedlich und der Platz ist während und nach dem Treffen tiptop sauber.“

Das bestätigt auch Günter Stubbe, unter dessen Regie das Ganze abläuft. Stubbe, auch Vorsitzender des örtlichen Geflügelzuchtvereins, erklärt: „Das Ganze ist letztlich eine öffentliche Privatveranstaltung, über die die Verwaltung seit je her informiert ist. Jeder Teilnehmer zahlt einen Euro Unkostenbeitrag. Dafür übernehme ich die Aufsicht und räume auch nachher auf. Keiner verdient daran. Die Politik sollte sich freuen, dass auf dem Erbhof etwas los ist und das Schloss und der Ort nebenbei noch überregional bekannt werden.“

Auch für die Federn in den Toilettenräumen gibt es eine Erklärung. Merkmal einer bestimmten Taubenrasse sind ihre „Purzelbäume“. Diese Eigenart wurde von einigen Züchtern in den Toilettenräumen ausprobiert – inklusive Federflug. „Abgesehen davon, dass ich die Hinterlassenschaften danach wieder ordentlich beseitigt habe – das geht natürlich nicht. Ich habe den Übeltätern die Sache verboten, und die halten sich auch daran.“

Stubbe lädt alle Ratsmitglieder ein, sich einmal selbst ein Bild von dem Treffen zu machen. Am 9. Februar ist es wieder soweit. Ob sich der Gemeinderat überhaupt noch einmal mit der Angelegenheit beschäftigen wird ist unklar.· sp

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