Rainer Klukowski kandidiert für die UBL

„Strukturen ein bisschen aufreißen“

Rainer Klukowski kandidiert bei der Kommunalwahl für die UBL: Wie man sieht, ist Lesen eines seiner großen Hobbys. - Foto: sp

Samtgemeinde Thedinghausen - Rainer Klukowski stand mit beiden Beinen als kaufmännischer Geschäftsführer voll im Berufsleben. Jetzt befindet sich der 61-Jährige in der Vorruhestandsphase, ist topfit, sprüht vor Ideen und möchte sich einbringen. Genau darum kandidiert er bei der Kommunalwahl am 11. September für die Unabhängige Bürgerliste (UBL). Und er greift dabei auch auf ein altes Familienmotto und abgewandeltes Kennedy-Zitat zurück: „Frage nicht, was der Staat für dich tun kann, sondern frage, was du für den Staat tun kannst.“

Den gebürtigen Flensburger hat 1982 der Job in Bremen nach Thedinghausen verschlagen. „Mittlerweile bin ich damit wohl ein echter Thedinghauser“, lacht der Familienvater (zwei erwachsene Kinder). „Auf jeden Fall fühle ich mir hier sehr wohl.“

Seit vier Jahren ist Rainer Klukowski Mitglied in der UBL, seit einem Jahr fungiert er als Vorsitzender.

Warum gerade die UBL?Klukowski: „Der Name ‘Unabhängig’ sagt eigentlich schon alles. Wir und auch ich wollen uns von den etablierten Parteien absetzen und ein bisschen die Strukturen aufreißen. Das Wohl der Samtgemeinde muss vor dem Wohl der Parteien stehen.“

Der Neu-Kandidat erläutert das an einem Beispiel. „Dass es uns gelungen ist, seinerzeit Harald Hesse als gemeinsamen Kandidaten von Grünen und UBL im Rennen um das Samtgemeindebürgermeisteramt gegen die SPD- und CDU-Kandidaten durchzubringen, ist schon ein deutliches Zeichen.“

Auch weiterhin will Rainer Klukowski mit der UBL Zeichen setzen. Und er hat dabei einen Politkbereich im Auge, mit dem sich manche Lokalpolitiker durchaus schwer tun: Die Finanzen.

Rainer Klukowski erläutert: „Ich werde mich für ein informelles System stark machen. Das Doppik-Rechnungssystem bietet sehr viele Möglicheiten und ist sauber darstellbar.“

Auch der Bereich Kinder und Jugend steht bei ihm hoch im Kurs: „Genügend Freizeitmöglichkeiten sind für jeden Ort wichtig. Warum sollen die Sportstätten nicht von allen Bürgern genutzt werden können, statt nur von den Vereinsmitgliedern?“ Und er erinnert. „Der Stellenwert von Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche ist beim jahrelangen und teilweise peinlichen Gerangel im Gemeinderat um die Skateranlage doch deutlich geworden.“

In seiner Freizeit gilt Klukowskis Leidenschaft dem Motorradfahren – und dem Lesen. „Am liebsten Krimis und Historienromane“. Eine rappelvolle Bücherwand im Wohnzimmer untermauert diese Aussage. Außerdem ist der Thedinghauser als Lesepate im Kindergarten tätig. „Das ist für mich ein Quell der Freude.“

Überhaupt die Kinder: „Ich könnte mir sehr gur vorstellen, dass im großen Neubaugebiet Illmer ein Kindergarten errichtet wird. Auch dafür werde ich im Falle einer Wahl eintreten.“ - sp

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