Neue Tennet-Leitung führt an Gemeinde vorbei

Strommasten werden fallen

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Diese Hochspannungsleitung, hier im Bereich der Landesstraße in Hiddestorf, hat ihren Zweck erfüllt wenn die neue Stromautobahn auf anderer Trasse gebaut wird.

Blender - Der Stromnetzbetreiber Tennet hat kürzlich den geplanten Verlauf der Trasse für eine neue Überland-Stromleitung (380 KV) von Stade nach Landesbergen bekannt gegeben.

Die derzeitige 220-KV-Leitung ist nicht mehr leistungsstark genug. Die geplante Trasse läuft dabei nicht, wie ursprünglich auch einmal angedacht, über das Gebiet der Gemeinde Blender, sondern über dünner besiedeltes Verdener Gebiet einige Kilometer entfernt.

Das löst Erleichterung bei den Blenderaner Verantwortlichen aus. Bürgermeister Andreas Meyer meint: „Wir sind durch die Windmasten im Ort schon genug belastet.“

Für Blender gibt es im Zuge des geplanten Stromleitungsl-Baus gleich zweimal Grund zur Freude. Nicht nur, dass das Gemeindegebiet nicht tangiert wird. Mit Fertigstellung der neuen Trasse wird auch die große Überlandleitung, die derzeit von Intschede über Hiddestorf und Holtum quer durch den Ort läuft, abgerissen.

„Lebensqualität und Ortsbild gewinnen natürlich“

Abgesehen von der viel diskutierten Frage, wie gesund Wohnen in der Nähe einer solchen Hochspannungsleitung ist, wird auch das Landschaftsbild nicht mehr durch die Masten beeinträchtigt. Dazu Andreas Meyer: „An mich sind des Öfteren Beschwerden von Anwohnern wegen des möglichen schädlichen Elektro-Smogs herangetragen worden. Dieses Problem erledigt sich dann zum Glück. Die Lebensqualität und das Ortsbild gewinnen natürlich.“

Der Abbau der alten Masten und Leitungen, die im Moment noch voll ausgelastet sind, wird logischerweise erst nach Fertigstellung der neuen Stromautobahn erfolgen. Und das ist der einzige kleine Wermutstropfen. Das langwierige Raumordnungs- und Planfeststellungsverfahren für die neue Trasse läuft noch. Vor 2025 dürfte also auch kaum mit dem Abbau der alten Masten und Leitungen begonnen werden. Andreas Meyer: „Das ist allemal besser, als eine dauerhafte Belastung.“

Das Gesetz schreibt vor, dass im Umkreis von fünf Kilometern die betroffenen Gemeinden und Bürger am Verfahren für die neue Stromautobahn beteiligt werden. Darum erfolgt auch eine öffentliche Auslegung im Thedinghauser Rathaus (Zimmer 19, Herr Stechow) vom 9. Mai bis zum 9. Juni während der Öffnungszeiten. Stellungnahmen können dort noch bis zum 26. Juni schriftlich oder zur Niederschrift abgegeben werden. 

sp

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