hat auf dem Haus der Familie Niederstrasser neues Domizil gefunden

Storchenfamilie zieht vom Baum aufs Dach

+
Alt-Adebar und seine drei Sprösslinge fühlen sich wohl.

Thedinghausen-Holtorf - Der Weißstorch gehört seit vielen Jahrzehnten zum Ortsbild von Holtorf. In dem kleinen Thedinghauser Ortsteil ist Freund Adebar für den Naturfreund immer ein Hingucker und auch eine Art Frühlingsbote.

Viele Jahrzehnte bewohnte der „Klapperstorch“ das Nest auf dem Hof Denker. Dann zog er vor Jahren überraschend plötzlich um auf einen gestutzten Baum an der Holtorfer Dorfstraße und baute dort eine neue Behausung. Es folgte ein weiterer Umzug. Denn jetzt zieht ein Pärchenerstmals seinen Nachwuchs auf dem Dach der Familie Niederstrasser auf. In Sichtweite des zuletzt stets besetzten Nestes im Lindenbaum hatte Tim Niederstrasser 2015 auf seinem Hausdach eine Nestalternative installiert.

Das Dach diente schon immer als „Beobachtungsposten“ für die Störche, haben Katharina und Tim Niederstrasser registriert. „Jedes Jahr sind zahlreiche Störche als Gäste vorbeigekommen. Einige in friedlicher Absicht. Andere um ihren Kollegen den Brutplatz streitig machen“, beobachtete Katharina Niederstrasser das Naturschauspiel.

Tim Niederstrasser: „Mit einem Freund habe ich das Nest dann aufs Dach gebracht“. Für den gelernten Zimmermann war die nötige Verstärkung des Firstes kein Problem. „In der Folgezeit waren immer mal Gaststörche auf Stippvisite, aber zum Einzug konnte sich keiner entscheiden“, sagt das Ehepaar. Bis jetzt. Schon am 24. Januar kehrte Adebar aus seinem Sommerquartier zurück, hat sich für das Nest auf dem Dach entschieden und mit dem Bau begonnen. Dann war er einige Zeit verschwunden und kehrte schließlich mit Partnerin zurück.

Die Familie Tim, Katharina und Finja Niederstrasser vor ihrem alten Bauernhaus, auf dem ein Storchennest prangt.

Zum Nestbau wurde angeschleppt, was das Zeug hielt. Nistmaterial wurde sogar aus dem Garten geklaut. In Absprache mit der Storchenpflegestation installierte Tim Niederstrasser am Schornstein seines Hauses eine Webcam, und so konnte der Nestbau am PC beobachtet werden. Am 8. Mai wurde der erste Nachwuchs gesichtet. „Genau konnten wir nicht sehen, wie viele Junge es waren“. Weißstörche legen zwei bis fünf Eier. Ihre Brutdauer beträgt um die 32 Tage. Es brüten beide, das Weibchen aber häufiger.

„Nach einigen Tagen hatte das Holtorfer Elternpaar zwei Nestjunge aus dem Nest befördert. Sie lagen tot auf der Erde“, erinnert sich Katharina traurig. Die anderen drei Sprösslinge entwickeln sich hingegen zurzeit prima. Bei einer Nestlingsdauer von gut 60 Tagen wird das Nest wohl Mitte Juli verlassen werden. Die größte Sorge der Niederstrassers, angesichts der anhaltenden Trockenheit. „Finden die Eltern genügend Futter?“ Bis jetzt noch, doch die drei Nestjungen sind schon eine Herausforderung für die Eltern. Sie lassen ihren Nachwuchs inzwischen auch schon alleine, um genügend Nahrung heranschaffen zu können. Kehren sie zurück, hört man ein herzliches „Begrüßungsgeklappere“.

Kehrt das Storchenpaar im nächsten Jahr zurück, möchten die Niederstrassers über ihre Webcam auch andere via Internet am Holtorfer Storchenleben teilhaben lassen. „Wir arbeiten daran, das zu realisieren“, erzählt Tim.

ha

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Hurricane: White Stage und Motor Booty Party am Donnerstag

Hurricane: White Stage und Motor Booty Party am Donnerstag

WM 2018: Diese heißen Schlitten fahren Messi, Ronaldo und Co.

WM 2018: Diese heißen Schlitten fahren Messi, Ronaldo und Co.

Hurricane: So sieht's im Resort, Womo West und Camping 1 und 2 aus

Hurricane: So sieht's im Resort, Womo West und Camping 1 und 2 aus

Abi-Varieté am Domgymnasium Verden

Abi-Varieté am Domgymnasium Verden

Meistgelesene Artikel

Unfall am Intscheder Wehr: Auto durchbricht Sicherung

Unfall am Intscheder Wehr: Auto durchbricht Sicherung

Stadtfest in Achim erneut ein Kracher

Stadtfest in Achim erneut ein Kracher

57-jähriger Radfahrer in Oyten schwer verletzt

57-jähriger Radfahrer in Oyten schwer verletzt

Nabu informiert: Anhaltende Trockenheit erschwert Schwalben den Nestbau

Nabu informiert: Anhaltende Trockenheit erschwert Schwalben den Nestbau

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.