Rat stimmt Gestaltungsentwurf zu

„Baumpark am Erbhof ist ein Juwel“

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Baumpark 2013

Thedinghausen/Morsum - „Der Baumpark am Erbhof ist ein Juwel, ein Rohling. Unsere Aufgabe ist es, ihn zu einem Brillanten zu schleifen“, schwärmte Dipl.-Ing. Werner Damke. Damke, Mitglied der Baumparkstiftung und ehemaliger Direktor des Bremer Bürgerparks, ist hellauf begeistert von der Anlage und steckte den Thedinghauser Gemeinderat an.

Der hatte auf seiner Sitzung am Dienstagabend in Döhlings Gasthaus in Morsum über die Weiterentwicklung des Baumparks zu entscheiden. Das Ergebnis vorweg: Alle Fraktionen stimmten dem Konzept zu.

„Momentan ist der Baumpark eine Ansammlung von Bäumen, doch durch die große Anzahl von Sorten und Gattungen von hohem Wert“, leitete Damke seinen Vortrag ein. Eine Möglichkeit, ihn noch hochwertiger zu machen, sei es, den Park für Besucher attraktiver zu gestalten. Nicht von gleich auf jetzt, sondern in einem Zeitraum von 15 bis 20 Jahren.

Damke schlug einen kreisrunden Platz mit einem Durchmesser von 50 bis 60 Metern vor, der etwa in der Mitte der großen Lindenallee im Südteil des Baumparks angelegt werden soll, als optisches und gestalterisches Zentrum. „Der Platz gibt Besuchern Orientierung und soll zentraler Anlaufpunkt sein. Von dort aus können Gäste den Baumpark erkunden und mit Hilfe von Informationstafeln und Schildern oder beschrifteten Stelen die Verteilung der großen Gattungen im Überblick erklärt bekommen“, sagte der Referent.

Die Beschilderung innerhalb des Kreises soll nach dem Prinzip einer Kompassrose vorgenommen werden, meinte Damke. Entlang von Sichtachsen werden die dort stehenden Gattungen – Gruppen gleicher Bäume, beispielsweise Eichen, Buchen, Linden – beschrieben.

„Besucher können gezielt auf bestimmte Bäume zugehen. So haben wir ein Leitsystem“, sagte Damke. Der Kreis soll mit einer Hecke eingefriedet werden.e

„Um Besucher anzulocken, muss optisch etwas geboten werden, zum Beispiel Farbe oder eine besondere Wegeführung“, meint Damke. Sein Gedanke: „Leitbäume der Hauptgattungen werden durch kreisförmige Unterpflanzung hervorgehoben. Dafür könnten wir Sträucher, Stauden, Gräser oder Zwiebelpflanzen nehmen“, schlug er vor und ergänzte: „Wir können den Baumpark auf verschiedene ästhetische Niveaus heben - je nachdem, wieviel Zeit wir haben und wieviel Geld wir in die Hand nehmen wollen.“ Der Eingangsbereich des Parks soll in Anlehnung an den großen Kreis gestaltet werden.

Damkes Fazit: „Wenn der Baumpark richtig aufgebaut und gepflegt wird, hat Thedinghausen ein Alleinstellungsmerkmal.

Dessen ist sich auch Baumpark- und Stiftungsgründer Schröder bewusst: „Es liegt mir am Herzen, den Baumpark nicht nur zu erhalten, sondern auch zu erweitern. Den Park attraktiv zu halten, ist eine Daueraufgabe, denn er erfordert Pflege.“ Auch wenn vieles ehrenamtlich erledigt wird, bleibt die Frage nach dem Geld. Schröders Vision: den Park gänzlich durch die Stiftung zu finanzieren.

Dieter Mensen (Grüne) war begeistert vom Konzept und Engagement der Baumparkstiftung: „Das Ensemble von Erbhof, Baumpark, Boule-Bahn und demnächst auch Trimmgeräten wird komplettiert.“ Sein Vorschlag: den Bauhof um einen Mitarbeiter für die Parkpflege aufzustocken. Letzteres fand Zustimmung der CDU. „Die Gemeinde sollte für den Park Verantwortung übernehmen“, so Karin Bergmann.

Weitere Anregungen zur Gestaltung kamen von der Unabhängigen Bürgerliste (UBL). „Wir wollen die Stiftung Waldheim im Ort haben, und deshalb sollten Elemente mit Geräuschen und Gerüchen eingeplant werden“, regte Gabriele Artelt-Marquardt an.

Zustimmung zum Konzept, aber auch Bedenken meldete die SPD an. Die Fraktion befürchtet „immense Kosten“: „Wir wollen keinen Blankoscheck ausstellen, sondern wissen, was für Ausgaben auf uns zukommen“, sagte Hans-Michael Künnemeyer. Ins selbe Horn stieß Heinz von Hollen (parteilos). Gemeindedirektor Harald Hesse beruhigte: „Heute soll über den vorgestellten Plan als Grundlage für die Weiterentwicklung des Parks entschieden werden. Über die einzelnen Projekte stimmt der Rat später ab.“

is

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