Klassische Philharmonie Nordwest glänzt bei Neujahrskonzert in Lunsen mit Auszügen aus Opern und Salonmusik

Silberklar und funkelnd: Große Arien auf kleiner Bühne

Die überwiegend jungen Philharmoniker aus zehn Nationen und aus dem gesamten nordwestdeutschen Raum boten ihrem begeisterten Publikum eine Klangvielfalt, wie sie nur ein großes Orchester entfalten kann. Fotos: Schmidt

Thedinghausen - Von Ingo Schmidt. Bereits zum sechsten Mal war die Klassische Philharmonie Nordwest unter der Leitung von Ulrich Semrau der Einladung des Kulturvereins der Samtgemeinde Thedinghausen nach Lunsen gefolgt.

Als besonderen Gast und Höhepunkt des Sonntagnachmittags begrüßte der Dirigent die lyrische Koloratursopranistin Marie-Christine Haase.

Auf dem Programm des Neujahrskonzertes in der voll besetzten St.-Cosmas-und-Damian-Kirche standen Ouvertüren und Arien aus bekannten Opern und Operetten sowie diverse Tänze. „Der erste Teil bis zur Pause beginnt klassisch“, erläuterte Ulrich Semrau zur Begrüßung. „Der zweite Teil wird dann ganz im Stil eines Neujahrskonzertes geprägt sein.“

Den Auftakt gestalteten Semrau und die rund 40 zum Teil jugendlichen Instrumentalisten mit der dramatischen Ouvertüre aus „Don Giovanni“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Danach brillierte Marie-Christine Haase mit der Arie „O, zittre nicht“ (Königin der Nacht) aus Mozarts „Zauberflöte“. Langanhaltenden Applaus erntete das Orchester, aber vor allem die Sopranisten für ihre silberklare und funkelnde Darbietung. Weiter folgte der Klassiker „Barcarole“ aus Jacques Offenbachs „Hoffmanns Erzählungen“, bevor Haase die zweite große und hochdramatische Arie der „Zauberflöte“ „Der Hölle Rache“ (Königin der Nacht) präsentierte.

Leichter und beschwingt spielte das Orchester anschließend „Tanz der Stunden“ aus der Oper „La Gioconda“ des italienischen Komponisten Amilcare Ponchielli. Italienisch ging es im Anschluss weiter: Bei Gaetano Donizettis Oper „Don Pasquale“ und daraus Cavatina di Norina „Quel guardo il cavaliere“ konnte die Sängerin erneut stimmlich glänzen.

Den Abschluss des ersten Teils bildete schließlich der „Ungarische Tanz Nr. 1“ von Johannes Brahms.

Nach der Pause folgten wie angekündigt im gesteckten Rahmen eines Neujahrskonzerts weitere Kostproben von Marie-Christine Haase sowie zentrale Kompositionen der Strauß-Familie und Stücke der gehobenen Salonmusik. Darunter der bekannte Walzer „An der schönen blauen Donau“ und der „Radetzkymarsch“ von Johann Strauß Senior, der nach etwa zwei Stunden den gefeierten Abschluss bildete.

Die Neujahrskonzerte der Klassischen Philharmonie Nordwest unter Leitung von Ulrich Semrau erfreuen sich großer Beliebtheit – bei Musikern und Publikum gleichermaßen. Denn sie bieten einerseits den jeweiligen Instrumentalisten Gelegenheit, in einem großen Ensemble sinfonische Werke der Klassik und Romantik aufzuführen, andererseits können Musikliebhaber die Faszination und Klangvielfalt eines Orchesters auch fernab großer Konzertbühnen hautnah erleben.

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