Seebären in Frauenhand

„Mit Geföhl un Wellenslag“: Dreiakter des Theaterclubs Felde begeistert

Felde – Die Wellen schlugen hoch und die Gefühle kamen ins Rotieren. Beim plattdeutschen Dreiakter „Mit Geföhl un Wellenslag“ von Konrad Hansen ging es heiß her. Am Samstag wurden die Akteure sowie Regisseurin und Topustersche Annedore Wiegmann mit Riesenapplaus und mehreren „Vorhängen“ für ihren plattdeutschen Dreiakter belohnt.

Schon vor 30 Jahren konnten die Akteure des Theaterclubs Felde mit dem Stück die Besucher begeistern. Aus der damaligen „Truppe“ noch dabei sind heute Ewald Winkelmann und Ralf Schlüsselburg, sie stehen wieder auf der Bühne von Schierloh’s Gasthaus in Felde.

Grog ist in der vermüllten Küche der beiden Brüder Peter und Kalli Schlünsen (Ewald Winkelmann und Andreas Schumacher) angesagt, das heiße Gebräu schmeckt den beiden immer. Und dass die Spinnweben wie Gardinen von der Decke hängen, interessiert die beiden nicht. „Wi wohnt hier in’n Swienstall“, so Kalli.

Die beiden haben beim Fischen einen besonderen Fang gemacht, eine „Meerjungfrau“? Nein, ihnen war Jenny (Tina Voigts) im lütten Bikini ins Netz gegangen. Die Deern hatte sich am Wasser auf eine Luftmatratze gelegt und paddelte hilflos im Meer. Peter und Kalli packen sie zuhause erst mal ins Bett und suchen Kleidung von ihrer verstorbenen Mutter für Jenny.

Da poltert der ehemalige Chef von Peter, Käpten Brass (Ralf Schlüsselburg), herein. Denn seine Haushälterin ist weg, obwohl er ihr einen Heiratsantrag gemacht hat. Nun soll Peter innerhalb von drei Tagen eine neue suchen. Als Brass wieder weg ist, klickt es bei Peter im Kopf, klar, das ist doch ein Job für Jenny.

Jenny ist schon einige Male von zuhause weggelaufen und erzählt von ihrer äußerst resoluten Mutter, die schon dreimal verheiratet war. „Darf ich ein paar Tage hierbleiben?“, bittet Jenny. Klar doch. Ein paar Gläser Wein und das Trio singt und tanzt. Und plötzlich steht ihre Mutter in der Tür, Alma Köppke (Irmgard Winkelmann), ein Aufschrei: Woher weiß Alma bloß, wo ihre Tochter steckt? Klar doch, Peter war so blöd und hat bei der Polizei angerufen und verraten, dass Jenny bei ihm ist. Kalli ist gnatzig zu Peter: „Du büst keen Dussel, du büst de gröttste Hoornosse!“

Jenny, so stellt sich heraus, hat ihre Mutter beklaut und bittet die Brüder, bleiben zu dürfen. Da blubbert Alma wieder los, „denn bliev ik ok!“ Sie ist an Grimassen nicht zu überbieten und lässt ein fürchterliches Donnerwetter los. Sie hat spitz gekriegt, in welch‘ „verlauster“ Bude die drei hier hocken. Zeternd jagt sie Peter und Kalli durchs Haus, Besen, Putzlappen, Feudel und mehr sind gefordert. Alma will ordentlich reinemachen, eben mit Geföhl un Wellenslag. Käpten Brass platzt herein und Peter und Kalli zu ihm: „Dat is ehre neede Hushälterin.“

Na, und denn? Wie geht es weiter mit den Fünfen? Ist da etwa auch noch die Liebe im Spiel? Das werden die künftigen Besucher in Schierloh’s Saal sicherlich erleben.

jb

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