Kostenlose Ausbildung für Minijobber

Rettungsschwimmer für den See in Blender gesucht

Mit Plakaten und auch im Internet sollen Interessierte für die kostenlose Rettungsschwimmerausbildung und somit für einen Minijob als Badeaufsicht gewonnen werden: Bürgermeister Andreas Meyer (l.) und Ratsmitglied Gitta Stahl mit der derzeitigen Badeaufsicht Martin Bohlmann auf dem Steg am Blender See – im Hintergrund der markierte Nichtschwimmerbereich.
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Mit Plakaten und auch im Internet sollen Interessierte für die kostenlose Rettungsschwimmerausbildung und somit für einen Minijob als Badeaufsicht gewonnen werden: Bürgermeister Andreas Meyer (l.) und Ratsmitglied Gitta Stahl mit der derzeitigen Badeaufsicht Martin Bohlmann auf dem Steg am Blender See – im Hintergrund der markierte Nichtschwimmerbereich.

Blender – Eine beliebte Badestelle ist und war in den letzten Jahrzehnten stets der Blender See. Lange Zeit war dort Wilhelm Bohlmann ehrenamtlich für die Badeaufsicht zuständig. Doch nachdem das Blenderaner Original vor Jahren aus Altersgründen diese Tätigkeit nicht mehr wahrnehmen konnte, war der „Job“ nur jeweils kurzzeitig mit wechselnden Personen oder gar nicht besetzt.

Deutliche Besserung brachte zuletzt der Einsatz von Martin Bohlmann, der seine Halbtagsstelle in Diensten der Gemeinde als Badeaufsicht oder als Bauhofmitarbeiter versieht. Doch mit seinem Stundenkontingent kann er bei Weitem nicht die komplette Badezeit abdecken. Dem will der Gemeinderat mit der Ausbildungsoffensive „Badeaufsicht Blender See“, fußend auf einem ursprünglichen Antrag der Grünen Liste, jetzt entgegenwirken, nachdem dieses Vorhaben in den vergangenen beiden Jahren coronabedingt auf Eis gelegt worden war. Dabei spielten auch die geschlossenen Schwimmbäder eine Rolle.

Jetzt sollen endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden. Am Donnerstag stellte Gitta Stahl, in dieser Sache beauftragtes Mitglied des Blender Gemeinderates, zusammen mit Bürgermeister Andreas Meyer die Idee vor. Die Ausbildung soll dabei nach Absprache mit der DLRG vorwiegend im Verdener Verwell erfolgen. Unter Umständen sind auch Einheiten direkt im Blender See möglich. Ziel ist es, Rettungsschwimmer und Rettungsschwimmerinnen auszubilden und diese dann auf Mini-Job-Basis als Aufsicht am See einzusetzen.

Blender See: „Verlässliche Badeaufsicht unerlässlich“

Dazu Gitta Stahl: „Unser See ist ein beliebter Anlaufpunkt, auch – oder sogar vor allem für Kinder und Jugendliche. Andererseits kommen die Schulen derzeit mit dem Schwimmunterricht nicht hinterher. Nicht zuletzt aufgrund der daraus resultierenden Schwimmdefizite ist eine verlässliche Badeaufsicht mit Rettungsschwimmerschein unerlässlich.“ Bürgermeister Andreas Meyer pflichtet ihr bei: „Die Gemeinde braucht in dieser Sache Planungssicherheit. Und darum sind wir bestrebt, einen Pool von Aufsichtspersonen zu bilden, damit das Geschehen im und am See bei Badewetter ständig überwacht werden kann. Mein Appell an alle Interessierten, auch aus den Nachbarorten: Meldet euch.“ Gitta Stahl: „Wer gerne und gut schwimmt, sich auch mal durchsetzen kann und sich gerne am Strand aufhält, für den ist das ein toller Job in den Sommermonaten. Und ein gutes Taschengeld gibt’s noch dazu.“

Angesprochen sind Personen ab 18 Jahre. Die Ausbildung ist kostenlos. Die Gemeinde übernimmt die Finanzierung und hat dazu Haushaltsmittel in Höhe von 3000 Euro bereitgestellt. Bis zu zehn Leute können in den Genuss eines kostenlosen Rettungsschwimmerscheins kommen. Und der ist gar nicht so schwer zu bekommen. „Gute Schwimmer schaffen das an zwei Abenden, die anderen brauchen etwas länger“, berichten Stahl und Meyer übereinstimmend. „Es haben sich sogar schon Kandidaten gemeldet, die ich einfach auf Verdacht während des Badebetriebs mal angesprochen habe“, erzählt der aktuelle „Bademeister“ Martin Bohlmann. Zurückblickend freut dieser sich, dass es bislang bei ihm noch keine schwerwiegenden Vorfälle gegeben hat. „Lediglich mal eine kleine Schnittwunde durch Muscheln.“ Martin Bohlmann weiß aber auch, dass der See Gefahren birgt: „Besonders die Hornblattteppiche können einen unvorsichtigen Schwimmer ganz schön in die Bredouille bringen.“

Das Wichtigste aus dem Landkreis Verden: Immer samstags um 7:30 Uhr in Ihr Mail-Postfach – jetzt kostenlos anmelden.

Kontaktadressen für Anmeldungen und nähere Auskünfte sind Martin Bohlmann (Telefon 0151 /67 32 94 66) oder Sebastian Reinbott von der DLRG Verden (04264/ 392 84 27). Wenn es gut läuft, sollen die ersten Minijob-Rettungsschwimmer noch in diesem Jahr zu Einsatz kommen.  

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