Premiere von „De Häven töövt nich“

Ein schwieriges Thema humorvoll auf die Bühne gebracht

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Die Geister Stenzel (Heini von Salzen / re.) und Bömmel (Arne Niemann / 2. v. re). können leider nicht ins Geschehen eingreifen.

Morsum - Mit viel Witz und dennoch dem nötigen Ernst hat die Morsumer Speeldäl das schwierige Thema über Leben und Tod auf die Bühne gebracht.

Das Publikum honorierte die Aufführung „De Häven töövt nich“ mit viel Applaus. Zur Premiere in Döhlings Gasthaus war der Saal sehr gut gefüllt. Das Stück begann in einem himmlischen Wartezimmer. Der Vorhang war noch nicht gefallen. Regisseur Werner Bammann begrüßte das Publikum und neben ihm saß einer der Protagonisten, Polizist Stenzel (Heini von Salzen) und wartete auf Einlass in den Himmel. Die himmlische Stimme Petrus (Uwe Wilkens) eröffnete ihm jedoch, dass er sich seine Engelsflügel erst verdienen müsse.

Seh ich Geister oder liegt´s am Alkohol? –  das fragt sich hier Rosi Schnellberger (Elisabeth Steffens).

Den vor kurzem verstorbenen Tischlermeister Bömmel (Arne Niemann) sollte Stenzel in Himmel begleiten. Binnen 24 Stunden müsste der Auftrag erledigt sein. Sonst müsste er bis zum „Sankt Nimmerleinstag“ im Wartezimmer ausharren. Hören und sehen konnten sich nur die beiden Engelsanwärter. Das erschwerte natürlich die Kommunikation mit Tischlermeisters Tochter Anke (Birte Meyer-Wilkens) ungemein. Doch genau das wäre nötig gewesen, um ihr mitzuteilen, dass die zur Beerdigung angereiste Verwandtschaft (Jörg Meyer-Wilkens und Inge von Salzen) nicht nur den Lottogewinn des Toten stehlen wollte, sondern auch noch das ein oder andere Hab und Gut für sich vereinnahmten. Allerdings musste der Lottoschein erst mal gefunden werden. Es begann eine spannende Jagd, bei der die beiden Geister tatenlos zusehen mussten, wie die „Schmarotzer“ dem Fund immer näher kamen.

Spannung bis zum Schluss

Haushälterin Elke (Tabea von Hollen) inspiriert durch Groschenromane, empfing inzwischen plastische Schwingung. Als Versuchsobjekt musste Tischlerlehrling Bernd (Henning Krüger) herhalten. Als einzige kam Nachbarin Rosi Schnellberger (Elisabeth Steffens) den Geistern am nächsten. Was allerdings eher an ihrem Alkoholkonsum lag als an spirituelle Eingebung. Bis zum Schluss blieb es spannend, was vor allem an diesem kurzweiligen Stück und an der schauspielerischen Leistung lag. Die Darsteller fühlten sich sichtlich wohl in den jeweiligen Rollen hinein und spielten großartig zusammen.

Wer diese sehenswerte, lustige Vorstellung noch miterleben möchte, hat am 29. April um 20 Uhr und am 30. April ab 9.30 Uhr (mit Brunch) noch Gelegenheit. Karten können täglich von 19 bis 20 Uhr unter der Telefonnummer 04233/314 geordert werden.

ha

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