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SchellerVoß-Stiftung unterstützt Förderverein von Palliativstation

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Von: Judith Tausendfreund

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Alle Beteiligten bei der Spendenübergabe im Baumpark, v.l.: Silke Lyst-Pfaff (Kreissparkasse Verden), Ingrid Reichert, Uwe Voß und Dr. Gitta Scheller, Dieter Schröder, Inge und Werner Kühnemann, Sonja Schenk, Dr. Susanne Hepe und Claudia Brandhorst.
Alle Beteiligten bei der Spendenübergabe im Baumpark, v.l.: Silke Lyst-Pfaff (Kreissparkasse Verden), Ingrid Reichert, Uwe Voß und Dr. Gitta Scheller, Dieter Schröder, Inge und Werner Kühnemann, Sonja Schenk, Dr. Susanne Hepe und Claudia Brandhorst. © Tausendfreund

Thedinghausen – Ausnahmsweise überreichte die SchellerVoß-Stiftung ihre beiden jährlich eingeplanten Förderungen zeitlich und örtlich getrennt. Schon 2017 hatten Dr. Gitta Scheller und Uwe Voß die Stiftung unter dem Dach der Stiftung der Kreissparkasse (KSK) Verden gegründet, um die palliativmedizinische Versorgung, die zu einem großen Teil auf Spenden angewiesen ist, zu unterstützen und zu erhalten.

Sowohl der Verein „Palliativnetz im Landkreis Verden“ als auch der Förderverein der Palliativstation am Klinikum Links der Weser freuen sich seit einigen Jahren über die finanzielle Unterstützung. Pandemiebedingt hatten die Initiatoren die Spendenübergabe diesmal anders gestaltet.

Die Übergabe an den Verein „Palliativnetz im Landkreis Verden“ liegt schon einige Wochen zurück. Um nun auch dem Förderverein der Palliativstation eine Spende in Höhe von 3000 Euro zukommen zu lassen, trafen sich die Beteiligten kürzlich zum Pressegespräch im Thedinghausener Baumpark. „Wir sind nun schon das dritte Mal hier“, begrüßte Scheller die Gäste.

Gerade in den vergangenen Monaten sei die Gesellschaft von vielen Krisen geprägt, dennoch sei es wichtig, sich weiter auch für die palliativmedizinische Versorgung zu engagieren, so Scheller weiter.

Gekommen waren neben den Stiftern Dr. Susanne Hepe und Sonja Schenk vom Förderverein der Palliativstation sowie weitere Spender. Hepe zufolge soll die Spendensumme für die Supervision des Teams eingesetzt werden. Die Mitarbeiter seien stark belastet, die Supervision diene der psychologischen Beratung.

Gerade in der Pandemie seien Besuche auf der Palliativstation nur begrenzt möglich gewesen. „Unsere Patienten sterben und dann muss entschieden werden, ob nun der Mann oder das Kind zu Besuch kommen darf – das belastet“, betonte die zweite Vorsitzende des Fördervereins Hepe.

Vor Kurzem habe es zudem einen weiteren Todesfall aus dem Team gegeben, „das bringt Unruhe ins Team“. Durch die Supervision hätten die Betroffenen die Möglichkeit, über die Situation zu sprechen. „Der Umgang mit schwerkranken Menschen, das macht auch was mit den Personen“, so Hepe weiter. Mit Blick auf die vergangenen Monate berichtete sie, dass erfreulicherweise die Ehrenamtskoordinierung nach der Corona-Zeit wieder in Gang gekommen sei.

Maßnahmen, die die Zusammenarbeit des Teams stärken würden, seien auch für die ehrenamtlichen Mitarbeiter wichtig. Zudem würden solche Aktivitäten auch helfen, die Mitarbeiter zu halten, was ohnehin eine Herausforderung sei. Daher sollen auch solche Angebote von den Spenden umgesetzt werden. „So etwas ist auch ein Ausdruck von Wertschätzung“, ergänzte Scheller.

Kurz sprach die Gruppe noch um die Sorge einer möglichen Standortverlegung der Palliativstation. „Eine Verlegung ans Klinikum Ost ist im Gespräch, aber wir wissen aktuell nicht, wie es weitergehen wird“, so Hepe.

Die Zukunft sei unklar, dennoch möchte der Förderverein seine Arbeit weiterführen. Ärgerlich sei, dass erst vor einigen Jahren eine große Spendensumme in die Erweiterung der Station geflossen sei. „Gerne hätten wir ein Mitspracherecht, aber sollte eine Entscheidung getroffen werden, müssen wir damit leben“, so Susanne Hepe weiter. Gitta Scheller betonte, dass sie und ihr Mann einen etwaigen politischen Protest in der Sache unterstützen würden.

Sonja Schenk führte abschließend aus, dass von den Spendengeldern auch Konzerte auf der Station oder auch mal eine Tageslichtlampe finanziert werden würden. Hepe wies zudem darauf hin, dass der Förderverein im Herbst den deutschen Palliativkongress in Bremen organisieren werde.

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