Salzstreulager des Bauhofs gefüllt / Schulwege zuerst, Spielstraßen zum Schluss

Auf einen harten Winter wie zuletzt 2010 gut vorbereitet

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Kai Hübner, seit zwei Jahren Bauhofleiter in Thedinghausen, neben einem Salzhügel, der zum Verladen in ein kleineres Streufahrzeug bestimmt ist.

Thedinghausen - Den letzten wirklich harten Winter gab es 2010, weiß der Thedinghauser Baufhofleiter Kai Hübner auf Anhieb. In den vorigen Jahren herrschte meistens relative Ruhe an der Schneeräum- und Streufront. Dennoch sind der 46-jährige Hübner und das gesamte siebenköpfige Team wie gewohnt auf massive Einsätze vorbereitet.

Nicht nur die 50 Tonnen Salz im Metallturm auf dem Bauhofgelände stehen zur Verfügung. Darüber hinaus lagern 100 Tonnen für die Bauhöfe aller Mitgliedsgemeinden bei der Genossenschaft in Morsum.

Der Vorrat wurde nach Erfahrungen im heftigen Winter vor fünf Jahren zusätzlich angelegt. Damals waren viele kleinere Kommunen ohne Nachschub-Salz geblieben, weil zunächst Autobahnmeistereien bedient wurden und am Ende nichts mehr übrig war.

Zuerst wird der Inhalt des 50-Tonnen-Lagerturms eingesetzt. Weil der aus Stahl ist, besteht eher die Gefahr, dass das Salz sonst nach einem gewissen Zeitraum „schwitzt“, verklumpt und nicht rieselfähig bleibt, erläutert der Bauhof-Chef. Bei den in der überdachten Halle der Morsumer Genossenschaft gelagerten Mengen gebe es solche Haltbarkeitsfristen kaum.

Jeweils um vier Uhr früh informiert sich Kai Hübner über die aktuelle Wetterla ge. Bei Frost- und Schneefall-Vorhersagen benachrichtigt er die Kollegen, und nach den Vorbereitungen beginnt spätestens um 6 Uhr der Einsatz auf Gemeindestraßen und Wegen.

Zwei Großfahrzeuge stehen in Thedinghausen zur Verfügung. Räumen und Streuen sind in einem Arbeitsgang möglich. Weiter gibt es Schmalspur-Fahrzeuge für Geh- oder Radwege und auch zwei „Handkolonnen“ mit je zwei bis drei Bauhof-Kräften.

Vorrangig werden zunächst Schulwege und Bushaltestellen geräumt. Dann sind die übrigen Straßen an der Reihe. Spielstraßen und verkehrsberuhigte Zonen stehen erst am Ende auf dem Einsatzplan. Hübner verweist aber darauf, dass Streu- und Räumpflichten auch für Anwohner ab 8 Uhr morgens und bis 20 Uhr gelten.

An allen sieben Wochentagen sind die Kräfte vom Bauhof bei kritischer Wetterlage dienstbereit. Und nach sechs bis acht Stunden Einsatz bei umfassendem Wintereinbruch kommt oft noch die eine oder andere Stunde fürs Reinigen verkrusteter Fahrzeuge hinzu.

Die geleisteten Überstun- den werden später „abgefeiert“. Das geschieht meistens erst ab Februar.

Außer in Thedinghausen gibt es den mit zwei Mann besetzten Bauhof in Riede, den personell gleich ausgestatteten in Blender und den Ein-Mann-Bauhof in Emtinghausen. Hier werden die Wintereinsätze allerdings an ein Lohnunternehmen vergeben.

Die Samtgemeinde scheint somit gerüstet für Einsätze gegen Schnee und Glatteis auf den Straßen. Oder im Fußballerjargon ausgedrückt: Es kann losgehen mit dem Winter.

la

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