Frühmorgendliche Beobachtung an der Landesstraße schlägt Wellen

Riederin sieht „etwas großes Graues“: Ein Wolf im Rapsfeld

Jagdaufseher Fredi Huntemann mit seinem Begleiter, dem Deutsch-Drahthaar Basko, zeigt die Stellean der Landesstraße, , wo der Wolf gesichtet wurde. -  Foto: Behr
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Jagdaufseher Fredi Huntemann mit seinem Begleiter, dem Deutsch-Drahthaar Basko, zeigt die Stelle an der Landesstraße, wo der Wolf gesichtet wurde.

Riede - Einen wahrhaftigen Wolf sichtete Christiane Windler aus Riede morgens gegen 8 Uhr etwa 20 Meter entfernt in einem Rapsschlag neben der Landesstraße 331 in der Höhe zwischen Querdamm und dem Ortsschild Riede.

Erst jetzt berichtete sie der Zeitung von der beunruhigenden Begegnung vor rund einer Woche. „Ich kam mit dem Auto aus Richtung Bremen, als ich links etwas großes Graues auf dem Feld in der Nähe des Ackerrandes entdeckte, das sich verhältnismäßig ruhig bewegte. Das war eindeutig ein Wolf.

Dann drehte er langsam ab und wanderte wieder zurück in die Richtung, aus der er gekommen war.“ Daraufhin meldete sie ihre Beobachtung einem Jäger in Riede und sprach außerdem darüber mit dem Jagdaufseher des Landkreises Verden, Fredi Huntemann, der für die Region Riede zuständig ist.

Er unterrichtete den Wolfsbeauftragten und Inhaber des Wolfcenters Dörverden, Frank Faß, über den Fall, der diesen wiederum an die bundesweit zuständige Wolfsmeldestelle des Umweltministeriums in Hannover weiter leitete.

Wahrscheinlich handelt es sich um ein „durchreisendes“ Tier. Hegeringleiter Heinz-Dieter Bargmann vom Hegering Thedinghausen erklärt: „Männliche Wölfe suchen ab einem bestimmten Alter ein eigenes Revier. Ob das in diesem Fall auch so ist, weiß man nicht genau, aber die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch“.

In Thedinghausen-Eißel soll ebenfalls ein Wolf Anfang voriger Woche gesichtet worden sein. Dass Isegrimm hier heimisch wird, ist nach Dieter Bargmanns Einschätzung aber eher unwahrscheinlich, da der Bereich Thedinghausen/Riede kein typisches ‚Wolfsrevier’ mit viel Deckung und Wald sei.

Der Hegeringleiter appelliert an die Bürger: „Wenn jemand einen Wolf gesehen und eventuell noch fotografiert hat, sollte er das sofort dem Jagdpächter oder aber dem Wolfsbeauftragten melden“. Grund zur Unruhe gebe es kaum, denn Wölfe seien normalerweise scheue Tiere. Spaziergänger mit Hunden sollten aber sehr abgelegene Gegenden meiden.

jb

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