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Riede und Felde wieder blitzblank

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Anja Lange, Joachim Otten (Mitte) und Axel Heller nahmen sich bei der großen Müllsammelaktion den Bereich Börtelsdamm/Thedinghauser Straße vor.
Anja Lange, Joachim Otten (Mitte) und Axel Heller nahmen sich bei der großen Müllsammelaktion den Bereich Börtelsdamm/Thedinghauser Straße vor. © Schlüter-Ehrecke

Riede – Schnapsflaschen, DVD-Hüllen, eine Brille, Masken, einzelne Handschuhe, Papierfetzen und jede Menge Verpackungsmüll – was eben noch die Landschaft verschandelte, ist nun eingesackt und weg. In Felde beteiligten sich am Sonnabendvormittag rund 15 Freiwillige, darunter viele Mitglieder der Jugendfeuerwehr, an der Müllsammelaktion, die parallel in allen Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Thedinghausen stattfand.

In Riede machten neun Helfer mit beim Aufräumtag. Hier klaubte sogar Bürgermeister Axel Heller persönlich den Unrat von den Wegesrändern.

Zugegeben, dem Aufruf zum Großreinemachen nach zwei Jahren Corona-Zwangspause waren deutlich weniger Menschen als sonst gefolgt, aber es habe auch weniger Müll als üblich in den Gräben und neben den Wegen gelegen, so das Fazit der Helfenden. „Die Kohltouren fehlen“, bot Anja Lange eine mögliche Erklärung an. Seit Jahren beteiligt sich die Vorsitzende des MTV Riede an den jährlichen Sammelaktionen und hat dabei einen spürbaren Rückgang des wild entsorgten Abfalls festgestellt. Kuriose Fundstücke habe es immer mal gegeben. Absolutes Highlight in Langes Erinnerung: „Eine Gummipuppe in einer Hecke“.

Als „erfreulich sauber“ bezeichnete Ortsbürgermeister Heller während seiner Rolle als Müllsucher die Wege im Ort, was auch maßgeblich an den beiden Bauhofmitarbeitern Hartmut Frickmann und Alwin Dahme liege. „Die kennen sehr genau die Ecken, wo sich der Müll sammelt und entsorgen den dann ziemlich schnell“, lobte er. Trotzdem wurden Heller und die anderen Putz-Freiwilligen vor allem an den Hauptstraßen alle paar Meter fündig und füllten Müllsack um Müllsack.

„Scheibe runterkurbeln und bequem raus mit dem Müll“, so stellt sich Florian Grommel den typischen wilden Müllentsorger vor. Das Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Riede nahm sich die Bremer Straße Richtung Felde vor. „Der Wahnsinn, wie viele Flaschen im Feld lagen“, berichtete er. Aber auch Unmengen an Fastfood-Verpackungen habe er gefunden.

Pastorin Birgit Bredereke und Tochter Hannah beteiligten sich zum ersten Mal nach ihrem Umzug nach Riede an der Aktion „Saubere Landschaft“. Sie suchten gemeinsam mit Wolfgang Weinert, dem Ortsvorsitzenden des SoVD, gezielt den Rad- und „Autoschleich“-Weg nach Sudweyhe ab. Dosen, Plastikbecher, Papier, eine Senftube und vieles mehr wanderten in die blauen Säcke. „Es ist traurig, dass die Leute es nicht schaffen, ihren Müll daheim zu entsorgen“, befand Hannah Bredereke. Am Tag vorher war die 16-Jährige bei der „Fridays-for-Future-Demo“ in Bremen gewesen. Klima- und Umweltschutz sind ihr sehr wichtig. „Sie ist das ökologische Gewissen unserer Familie“, so Pastorin Bredereke stolz.

Nach knapp zwei Stunden fanden sich die Müll-Aktivisten wieder am Treffpunkt, dem Feuerwehrgerätehaus, ein. Alle waren sich einig: Das war eine tolle Aktion.

Von Claudia Schlüter-Ehrecke

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