Defekt wohl die Ursache

Scheunenbrand in Riede: Rauch viele Kilometer weit sichtbar

Großbrand in Riede: Um 12.10 Uhr heulten Montag die Sirenen, Großalarm, dunkle Rauchschwaden waren kilometerweit zu sehen.

Riede – In Riede-Schlieme steht ziemlich einsam ein altes, großes Bauernhaus mit Scheune, wenige hundert Meter von der Weser entfernt. Ja, diese Scheune brannte lichterloh.

Ein 30-jähriger Passant wurde ersten Informationen der Polizei zufolge auf das Feuer aufmerksam und rief die Feuerwehr, die umgehend zum Löscheinsatz anrückte. Wie der Pressesprecher Tobias Schone der Kreisfeuerwehr Verden erklärte, gab es Probleme mit der Wasserversorgung. Zahlreiche Tanklöschfahrzeuge, auch aus dem Landkreis Diepholz, sorgten in einem Pendelverkehr für Löschwasser an der Einsatzstelle.

Durch die viele Bäume und Gebüsch war es nicht einfach, an den Brandherd zu kommen.

Das Wohnhaus konnte im letzten Moment gerettet werden. Zwar brannten bereits Dachbalken, die aber schnell gelöscht werden konnten. Rund 150 Einsatzkräfte waren dafür und im Anschluss zu den umfangreichen Nachlöscharbeiten im Einsatz. Tiere kamen nicht zu Schaden, sie befanden sich zum Zeitpunkt des Feuers auf einer Weide, teilte die Feuerwehr am späten Nachmittag mit.

Die Bewohner wiederum konnten sich in Sicherheit bringen. Ein 80 Jahre alter Mann mit einer Rauchgasvergiftung wurde vom DRK-Rettungsdienst versorgt. Auch der DRK-Ortsverein Verden war vor Ort. Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurden Anwohner per Rundfunkdurchsage aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten.  

Hinter den dicken Rauchschwaden war das Bauernhaus kaum noch zu sehen.

Die Scheune vor dem Wohnhaus brannte komplett ab, so Schone. Der Sachschaden liegt nach ersten Schätzungen der Polizei in einem sechsstelligen Bereich. Am Wohnhaus entstand demnach leichter Schaden, es sei jedoch ersten Erkenntnissen zufolge weiter bewohnbar.

Im Einsatz waren alle Freiwilligen Feuerwehren aus der Samtgemeinde Thedinghausen, aus Dreye und Sudweyhe, die Drehleiter aus Achim sowie die Feuerwehrtechnische Zentrale Verden (FTZ). Die Löscharbeiten sollten bis in die Abendstunden dauern, hieß es am Nachmittag, da immer wieder Glutnester gefunden wurden.

Das Gebäude stürzte während der Löscharbeiten nach und nach ein.

Die Polizei Verden hatte die Ermittlungen zur noch unklaren Brandursache umgehend aufgenommen, teilte Pressesprecherin Imke Burhop am Tag des Feuers mit. Am Freitag, 6. August, teilte die Polizeisprecherin dann mit, ein Defekt sei sehr wahrscheinlich die Ursache des Brandes. Es gebe keine Hinweise auf eine Brandstiftung. Durch den hohen Grad der Zerstörung sei eine genauere Benennung der Brandursache aber wohl unmöglich. Mögliche Zeugen, die Hinweise zum Geschehen geben können, werden von ihr gebeten, sich unter 04231/8060 mit der Polizei Verden in Verbindung zu setzen. (Dieser Text wurde am 6. August um 14.18 Uhr aktualisiert)

Rubriklistenbild: © Behr

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