Investition von 1,5 Millionen Euro

Richtkranz weht über Schulanbau in Riede

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Viele zufriedene Gesichter beim Richtfest des Anbaus der Rieder Ilse-Lichtenstein-Rother-Schule. Hinter den Schülern, von links: Harald Lochte, Frank Bielefeld, Jürgen Winkelmann, Hendrikje Gienapp, Harald Hesse und Arno Thalmann.

Riede – „Wer will fleißige Handwerker seh’n, muss zu uns nach Riede geh‘n.“ Fröhlich klang dieses Lied am Mittwochmorgen aus den Kehlen der rund 180 Grundschüler der „Ilse-Lichtenstein-Rother-Schule“, als der Anbau an der Grundschule mit Mensa und drei Klassenräumen gerichtet wurde – das heißt, nun schwebt ein Richtkranz am neuen Gebäudeteil.

Die beiden Zimmerleute Kilian Wächter und Christian Schmädicke nahmen den kunterbunten Richtkranz in Empfang und kletterten am Gerüst hoch. Auf der Schulstraße hatten sich die Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrerinnen versammelt. Rektorin Hendrikje Gienapp hieß alle Gäste willkommen, darunter Samtgemeindebürgermeister Harald Hesse und Mitarbeiter des Bauamtes, Bürgermeister Jürgen Winkelmann, Architekt Arno Thalmann, Ratsmitglieder und zahlreiche Eltern.

Vier Schülerinnen und Schüler trugen ein Gedicht vor und wünschten: „Möge dieses Haus euch Freude bringen.“ Zimmermann Kilian Wächter nahm einen Schluck „aus der Pulle“, also aus der Schnapsflasche, die dann auf dem Zimmermannshammer (Latthammer) nach altem Brauch kaputt geschlagen wurde.

Er wünschte: „Glück und Segen diesem neuen Haus!“ Der Richtkranz hatte seinen Standort in etwa zehn Meter Höhe erreicht, die bunten Bänder flatterten im Wind. Harald Hesse zeigte sich begeistert: „Ich freue mich darüber, dass hier eine Mensa, drei Klassenräume und ein Fahrstuhl geschaffen werden“, und speziell an die Kinder: „Ihr könnt aber auch die Treppe laufen.“ Hesse fügte an: „Die Schule hat einen guten Ruf.“

Die „Ilse-Lichtenstein-Rother-Schule“ wird ab dem Schuljahr 2020/2021 als offene Ganztagsschule geführt. Bauherr ist die Samtgemeinde Thedinghausen. Nach dem Abbruch eines alten Gebäudeteils an der Schulstraße Mitte Juni folgte der Neubaubeginn. Die Bauplanung, statische Berechnung und Bauleitung lag in den Händen des Ingenieurbüros von Arno Thalmann aus Morsum. Am Bau beteiligt sind das Bauunternehmen Bernhard Kulinna aus Syke-Heiligenfelde sowie die Zimmerei und Bedachungsfirma Ansgar Ball aus Syke. Das Wetter spielte mit und so ging der Anbau ohne Verzögerungen zügig voran.

Dieser schließt sich dem bestehenden Gebäude an, hat eine Höhe von etwa zehn Meter. Die bebaute Fläche beträgt rund 360 Quadratmeter, die Nutzfläche über zwei Etagen beläuft sich auf rund 600 Quadratmeter. Es werden 1,5 Millionen Euro verbaut.

Beim Anbau, der sich ins Gesamtbild des mittlerweile gewachsenen Schulkomplexes eingliedert, wurden die Außenwände mit einem roten Klinker versehen.

Die endgültige Fertigstellung mit Einzug in die neuen Räumlichkeiten soll im Sommer nächsten Jahres rechtzeitig zum Schuljahresbeginn 2020/2021 erfolgen. Die Schule trägt bereits seit 2007 auch den Titel „Sportfreundliche Schule“.

Das diesjährige Spielefest stand unter dem Motto „Gemeinsam schaffen wir es“. Die Schüler verschönerten in einer Gemeinschaftsaktion den Bauzaun mit bunten langen Tüchern. So kam Farbe ins Spiel.  jb

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