Benefizkonzert mit „Never too late“ zugunsten der Felder Bürgerinitiative

Rentnerrock für mehr Schulwegsicherheit

„Never too late“ heizt dem Publikum in Felde mit Rockhits aus fünf Jahrzehnten ein. Foto: BIS

Felde – Die Rentnerband „Never too late“ hat am Wochenende bei einem Benefizkonzert unter dem Motto „Alt hilft Jung“ für mehr Schulwegsicherheit das Zelt auf dem Felder Schützenplatz gerockt – und damit in etwa auf Höhe an der Felder Dorfstraße, wo voraussichtlich am Ende des Jahres eine Ampel an der Schulbushaltestelle Felde-Ortsmitte steht.

„Der zweite Auftritt nach der Premiere im November 2018 war wieder grandios“, befindet Ilse Lange von der Bürgerinitiative Schulwegsicherheit. Die 13-köpfige Band (darunter drei Gitarristen, vier Saxofonisten und drei Schlagzeuger) starteten mit „Let‘s Stick Together“ (Bryan Ferry) und „Rockin’ Is Never Too Late“ (Status Quo). Damit hatten sie schon die Gäste auf der Tanzfläche. „Santana, Joe Cocker, Wilson Picket, Deep Purple – die Band, die aus elf Rentnern und zwei Rentnerinnen besteht, brachte die Ikonen der Pop- und Rockgeschichte virtuos zu Gehör. Dazu gab es eine beeindruckende Lichtshow, ein begeistertes Publikum, das tanzend und singend den Spaß, den die Altrocker verbreiteten, zurückspiegelte“, so Lange.

„Sympathy For The Devil“ von den Stones ist bei Rockfans bekannt, aber die Präsentation von „Never too late“ und insbesondere das mitreißende Solo von Drummer Jürgen Wiethoff beeindruckte das staunende Publikum und löste Begeisterungsstürme aus. Wer dabei war, erlebte ein tolles Konzert mit 30 Songs der Rockgeschichte. Der Förderverein Bürgerinitiative Schulwegsicherheit, dem die Einnahmen aus dem Benefizkonzert zufließen, hätte sich über weitere Gäste gefreut. Wer‘s verpasst hat, kann NTL am Samstag, 28. September, um 20 Uhr auf Gut Varrel in Stuhr erleben.

Hintergrund: Seit fast zehn Jahren engagieren sich Bürger in Felde, damit Kinder auf ihrem Weg zur Schulbushaltestelle an den Landesstraßen L 331 (Felder Dorfstraße) und L 333 (Okeler Damm) heil über die viel befahrene Straße gen Bremen kommen. Es gab schon eine schwer verletzte Schülerin, berichtet Ilse Lange. Eine Petition an den Landtagspräsidenten verlief im Oktober 2018 mehr oder minder erfolglos: „Das Land Niedersachsen will sich seiner Verantwortung für die Sicherheit der Schulkinder nicht entziehen. Allerdings gibt es an anderen Stellen deutlich sichtbarere Mängel, die ein vorzeitiges Eingreifen erfordern“, zitiert die Fördervereinsvorsitzende ein Schreiben der niedersächsischen Landesregierung.

„An den drei Haltestellen an der Felder Dorfstraße gibt es keinerlei Querungshilfe für die 80 Schulkinder in Felde. Eigentlich müssten sich das Land Niedersachsen und die weiteren Behörden um die Schulwegsicherheit kümmern“, fordert Lange. „Aber die tun nix!“

Allerdings gestattet das Land, dass die Kommune an einer von drei Schulbushaltestellen an der Felder Dorfstraße auf eigene Kosten eine Querungshilfe/Dunkelampel errichtet. 50 000 Euro sind dafür aufzubringen. Einen vierstelligen Betrag steuert die Bürgerinitiative dazu bei.

Weitere Informationen im Internet unter

www.bi-schulwegsicherheit-riede.de

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