Ratsmehrheit für vom Elternbeirat mit unterstützte Krippenlösung / Vorbehalte gegen riesige „Erbhof-Löwen“-Einrichtung

Zwei Pavillons statt zweiter Kindergarten

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Gern tollen die „Erbhof-Löwen“ bei schönem Wetter draußen im Grünen. Etwa 100 Mädchen und Jungen werden in dem Kindergarten betreut.

Thedinghausen - Es wird kein zweiter Kindergarten mit Krippenplätzen in Thedinghausen gebaut. Statt dessen gibt es die Pavillonlösung: Zwei kleinere, eigenständige Bauten auf dem Gelände des bestehenden großen „Erbhoflöwen“-Kindergartens. Insgesamt könnte damit der vom Landkreis hochgerechnete Bedarf für 30 neue Krippenplätze gedeckt werden.

Denkbar knapp mit zehn zu neun Stimmen und einer Enthaltung fiel auf der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend in Döhlings Gasthaus die Entscheidung für die Pavillons.

Gegner dieser Variante wie Verena Garscha von der Grünen Liste hatten auf den

ihrer Meinung nach schon jetzt viel zur großen „Erbhoflöwen“-Kindergarten mit rund 100 Mädchen und Jungen hingewiesen. Da sei es pädagogisch erst recht nicht sinnvoll, gleich daneben noch weitere Plätze zu schaffen.

Als Alternativ-Standorte wurden Flächen im Illmer-Neubaugebiet vorgeschlagen, und Ratsherr Heinz von Hollen wies auf „Leerstände ohne Ende“ in Thedinghausen hin, die infrage kämen.

Letztlich setzte sich aber die vom „Erbhoflöwen“-Leiter Tomas Meyer mit entwickelte und auch vom dortigen Elternbeirat favorisierte Pavillon-Lösung durch.

Diese Bauten hätten eigene Eingänge und auch einen eigenen Personalraum. Eine Extra-Leitungskraft für die Krippengruppe und damit verbundene Kosten wären an diesem Standort dann nicht erforderlich.

Die kleinen Krippen-Kinder – zurzeit sind es 13 – würden auf einem eigenen Grünplatz hinter dem Kiga-Gebäude spielen wie schon jetzt. Das befürchtete „große Gewusel“ werde es also nicht geben. Und nicht zuletzt sei ein fließender Übergang vom Krippen- ins Kindergartenalter gewährleistet. Die Kleinen müssten dann eben nur auf dem gleichen Grundstück in eine andere Gruppe umziehen.

Die Thedinghauser Gleichstellungsbeauftragte Bianca Lankenau warnte zudem vor „Brüchen in der Betreuung“ und Schwierigkeiten in der Nchmittagsbetreuung an zwei Standorten. Zudem bestehe die Gefahr, dass dann etliche Geschwisterkinder voneinander getrennt würden.

Der jetzt zur Krippenkinderbetreuung genutzte Raum im großen Haus wäre anch Umzug der Gruppe in den Pavillon außerdem nach 14 Jahren „Notlösung“ wieder als Besprechungszimmer nutzbar.

„Bis zum 30. November müssen wir dem Landkreis sagen, was wir wollen, sonst verlieren wir Zuschüsse“, hatte Hesse noch deutlich gemacht. Dabei geht es um rund 300 000 Euro.

Tomas Meyer hält jedoch zunächst nur einen neuen Pavillon mit 15 Krippenplätze für nötig. Weiter angebaut werden solle erst, wenn wirklich der entsprechende Bedarf nachgewiesen sei.

la

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