Projekt im Kindergarten Morsum begeistert die Kleinen / Raupen per Internet bestellt

Flieg, Schmetterling, flieg

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Der große Moment: Die Schmetterlinge werden in die Freiheit entlassen.

Morsum - „Von der Raupe zum Schmetterling“. So hieß ein Projekt im Morsumer Kindergarten. Hört sich einfach an. War es aber nicht.

Denn die Kleinen aus der Entengruppe züchteten selbst richtige Schmetterlinge. Das Internet machte es möglich, denn dort konnten problemlos Raupen von Distelfaltern bestellt werden. Fünf Raupen kamen in einer Dose an, die sich darin aus einer speziellen Nährlösung ihr Futter suchen konnten. Als die Raupen groß waren, wurden sie in ein ebenfalls mitgeliefertes Schmetterlingshaus umgesetzt, wo sie sich unter den Augen der Kinder verpuppten. „Das war ein einmaliger Schauspiel“, berichten die Kindergärtnerinnen Marion Elfers und Simone Meyer.

Aber es kam noch besser. Denn aus den Puppen wurden natürlich bunte Schmetterlinge, was ebenfalls beobachtet werden konnte. Vier Tage wurden die Falter in ihrem Domizil mit Obst und Blüten gefüttert, ehe sie in einer großen Aktion in die Freiheit entlassen wurden. „Alle fünf Raupen sind tatsächlich zu Schmetterlingen geworden“, freuten sich Marion Elfers und Simone Meyer. „Das ist eher ungewöhnlich.“

Natürlich wurde das ganze Projekt intensiv vorbereitet, insgesamt drei Monate lang. In Wort und Bild gab es allerlei Wissenswertes zum Thema Schmetterlinge. Alle Entwicklungsstadien wurden auf spielerische Weise unter die Lupe genommen. Praktischen Anschauungsunterricht gab es zudem bei einem Besuch in der Botanika in Bremen. Dort konnte eine Vielzahl fliegender Schmetterlinge bestaunt werden. Und es gab auch ein Theaterstück für die Eltern und Omas & Opas zum Thema. „Marion Elfers. „Die komplette Deko wurde von den Kindern selbst gebastelt – Erdbeeren, Pflanzen und mehr. Das war eine zusätzliche Identifikation.“

Absolut unvergesslich macht das Projekt jedoch das eigene Buch, das jedes Kind sich selbst gebastelt hat. Vorbild war das Buch „Die kleine Raupe Nimmersatt“, das von den Kindern zunächst gelesen (vorgelesen) wurde. Danach wurde Seite für Seite von jedem Kind in den verschiedensten Techniken gebastelt oder gemalt. Marion Elfers: „Jeder so, wie er es konnte.“

Am Ende waren alle Kinder auf ihr Werk so stolz und mit dem Buch so vertraut, dass sie es fast auswendig erzählen konnten – und auch taten. „Das Projekt war somit durchaus auch ein Beitrag zur Sprachförderung“,

Die Krönung des Projektes folgte vor wenigen Tagen. Da ließen sich nämlich einige Schmetterlinge auf dem Flieder im Außenbereich des Kindergartens nieder – und das waren auch noch Distelfalter: „Guckt mal, unsere Schmetterlinge sind wieder da“, erklang es aus vielen aufgeregten Kinderkehlen.

sp

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