Investition in die Zukunft

Probebetrieb des neuen Mischwerks der Firma Krinke in Thedinghausen-Werder abgeschlossen

10 000 Kubikmeter Misch- und Liefergut lagern derzeit auf dem Gelände der Firma Krinke in Werder. Nachschub wird in Zeiten des Baubooms ständig benötigt.
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10 000 Kubikmeter Misch- und Liefergut lagern derzeit auf dem Gelände der Firma Krinke in Werder. Nachschub wird in Zeiten des Baubooms ständig benötigt.

Thedinghausen / Werder – Im Probebetrieb vor einigen Monaten war das neue Mischwerk der Firma Krinke in Thedinghausen-Werder auch am Badener/Uesener Weserhang zu hören. Bei entsprechender Windrichtung lag ein leichtes Heulen in der Luft. Doch diese Startschwierigkeiten sind behoben. „Seinerzeit hatten wir einen Lagerschaden, und es gab Lieferengpässe bei der Ersatzteilbeschaffung“, erzählt Firmenchef Uwe Krinke. „Der weitere Probebetrieb verlief leise und vielversprechend. Die neue Anlage kann somit Anfang Januar offiziell ihren Betrieb aufnehmen.“

Mit dem neuen Mischwerk erweitert die Firma Krinke ihre Angebotspalette um den Baustoff Beton. Und der ist im Moment angesichts des Baubooms stark nachgefragt.

Betriebsleiter Sascha Schmeckpeper blickt mit Stolz auf die neue Anlage: „Damit sind wir eines der modernsten Werke bundesweit. Die digitale Steuerung und die Effektivität sind vom Feinsten. Und zur Bedienung werden nur zwei Leute – zertifiziertes Personal – benötigt. Insgesamt haben wir im Zusammenhang mit der neuen Anlage übrigens auch drei Arbeitsplätze geschaffen.“

Zum Mischen benötigt werden lediglich Sand, Kies, Zement und ein paar Zusatzstoffe. Sand und Kies werden aus dem Eigenabbau vor Ort direkt mit einem Radlader in die riesigen Silos transportiert. Aus diesen wiederum wird die Anlage befüllt, und nach dem Mischen ist der Beton umgehend zum Abtransport durch die acht firmeneigenen Fahrzeuge (die mit der drehenden Trommel) fertig. „Wir können bis zu 100 Kubikmeter pro Stunde schaffen“, berichtet Uwe Krinke, „wobei ein Betonlaster rund acht Kubikmeter fasst. Der Beton geht auf Baustellen im Umland.“ Neben der neuen Anlage, einer Millioneninvestition, läuft auch weiterhin die alte, bereits 40 Jahre alte Maschine, in der überwiegend Putzmörtel gemischt wird. Das ist allerdings auch in der neuen Anlage möglich.

Aus den mächtigen Silotürmen für das Mischgut wird die Anlage bestückt. Die Firmenchefs Uwe Krinke (rechts) und Waltraut Zietlow – hier mit Betriebsleiter Sascha Schmeckpeper – haben in die Zukunft investiert.

„Durch die zweite Anlage können wir im Falle eines Ausfalles schneller reagieren und sind flexibler. Das ist wichtig, denn jeder Bauherr möchte natürlich, dass die Lieferzusagen eingehalten werden. Und so viel kann ich verraten: Die Auftragslage ist gut. Das liegt nicht zuletzt daran, dass wir speziell gewaschenen und damit glasierten Sand, ein hochwertiges Produkt, auf den Markt bringen“, erklärt Firmenchef Uwe Krinke.

Der Lieferumfang ab Werder umfasst nicht nur Beton und Mörtel. Auch das eigentliche Grundmaterial, Sand und Kies, wird mit fünf Sattelzügen und zwei Dreiachsern (für den Stadtverkehr) auf große und kleine Baustellen geliefert.

Rund 10 000 Kubikmeter Rohstoffe, gefördert aus dem großen Abbauteich innendeichs – Richtung Ortschaft Werder – liegen auf dem Betriebsgelände ständig auf Halde. Wobei Sand – in Reinform oder angemischt in den verschiedenen Produkten, beispielsweise als Estrich und Mörtel – das Hauptgeschäft bildet.

Uwe Krinke richtet den Blick nach vorne: „Wir besitzen noch zwölf Hektar Fläche, die noch nicht abgebaut sind, und für die eine Genehmigung vorliegt. Und weitere angrenzende Flächen, die wir bereits erworben haben, befinden sich beim Landkreis im Genehmigungsverfahren. Da sind wir guter Dinge. Bis es hier zu einem Abbau kommt, werden aber noch einige Jahre ins Land gehen.“

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