Reaktion auf Kritiker von „Illmer 6“

Pro statt Kontra: Kevin Hustedt plant zweite Unterschriftenliste

Weil sie ob der Kritik an „Illmer 6“ noch Diskussionsbedarf sah, hat die Mehrheit der Ratsmitglieder das Thema zurück an den Fachausschuss verwiesen. Bis dieser tagt, sammelt Kevin Hustedt Unterschriften von Befürwortern.
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Weil sie ob der Kritik an „Illmer 6“ noch Diskussionsbedarf sah, hat die Mehrheit der Ratsmitglieder das Thema zurück an den Fachausschuss verwiesen. Bis dieser tagt, sammelt Kevin Hustedt Unterschriften von Befürwortern.

Thedinghausen – „Das hat für mich auch etwas mit Gerechtigkeit zu tun“, sagt Kevin Hustedt. Er ist klarer Befürworter der Pläne für das Baugebiet „Illmer 6“ in Thedinghausen und hat – nachdem der Rat der Gemeinde den Tagesordnungspunkt Mitte Dezember für nähere Diskussionen zurück in den Bauausschuss verwiesen hat – eine Online-Petition auf der Plattform change.org ins Leben gerufen. „Man ist hier aufgewachsen und soll sich jetzt woanders (nach Bauland, die Redaktion) umschauen“, kritisiert der 29-Jährige. Das sei nicht fair.

Einige der 239 Menschen, die ihre Unterschrift auf die Liste gegen den Bebauungsplan mit der Nummer 53 gesetzt haben, hätten selbst erst in den vergangenen fünf Jahren ihr Haus auf der grünen Wiese im Gebiet „Illmer 5“ hochgezogen und wohl bereits binnen dieser kurzen Zeit vergessen, wie schwer es ist, einen Bauplatz zu finden, kritisiert Kevin Hustedt. Deshalb ist der Mann, der für die SPD im Samtgemeinderat und in drei Ausschüssen sitzt, aktiv geworden, hat sein Anliegen auf Social Media geteilt und an Freunde verschickt, damit diese das Vorhaben unterstützen, „weil es wichtig ist, dass wir neue Baugebiete ausweisen – gerade auch für Einheimische“. 28 Unterschriften sind seit dem Start zwischen den Jahren und dem gestrigen Dienstag zusammengekommen. „Noch nicht ganz so viele wie Gegenstimmen“, registriert der Mann, der in Emtinghausen geboren wurde und in Riede aufgewachsen ist und lebt. Aber bis zur nächsten Sitzung des Bauausschusses am Dienstag, 18. Januar, sind es ja auch noch ein paar Tage. Mit seiner Unterschriftenliste möchte Kevin Hustedt dann, bevor das Gremium zusammenkommt, ins Rathaus gehen. Die Aktion „soll einfach klarmachen, dass nicht alle dagegen sind, sondern es durchaus auch Interesse daran gibt, das Baugebiet zu entwickeln“, unterstreicht der Software-Entwickler. Seiner Aussage zufolge befinden sich einige junge Menschen aus dem Ort aktuell auf der Suche nach einem Fleckchen Erde, auf dem sie ihr Eigenheim errichten können. Und Kevin Hustedt selbst möchte irgendwann auch ein Haus bauen – nicht unbedingt im „Illmer 6“-Gebiet, aber schon in der Samtgemeinde, sagt er.

Die Argumente, die die Kritiker gegen die Bebauungspläne haben, ziehen für Hustedt nicht. Dazu, dass mit dem Bau von Einfamilienhäusern und Doppelhaushälften auf den im Plan festgehaltenen 28 Grundstücken das Naherholungsgebiet Geschichte sei, sagt der 29-Jährige: „Ich sehe nicht, dass das in Gefahr ist.“ Der Staakweg bleibe bestehen, genauso wie die an „Illmer 6“ angrenzenden Felder und das Wäldchen. An dieser Stelle äußert der Software-Entwickler sogar ein gewisses Verständnis für diejenigen, die keine anderen Häuser vor die Nase gesetzt bekommen wollen. Er betont aber im selben Atemzug, dass diese Denkweise unfair sei. Da verhalte es sich wie bei der Energiewende: Viele wollen sie – aber Windkraftanlagen in der Nähe? Auf gar keinen Fall!

Bei der Infrastruktur vertraut Kevin Hustedt den Angaben der Verwaltung, dass es genügend Kita- und Schulplätze gibt, beziehungsweise für diese gesorgt werden könne. „Man darf auch nicht vergessen: Es sind ja ,nur‘ 28 Bauplätze. Die Leute werden ja auch nicht gleich alle Kinder haben.“

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