Es geht um „Illmer 6“

Plan für potenzielles neues Thedinghauser Baugebiet steht Dienstagabend auf Tagesordnung

Links von der Straße Am Illmer (hier rechts in Gelb abgebildet) soll dem Planungsentwurf zufolge das neue Baugebiet entstehen. Grafik: Gemeinde
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Links von der Straße Am Illmer (hier rechts in Gelb abgebildet) soll dem Planungsentwurf zufolge das neue Baugebiet entstehen. Grafik: Gemeinde

Thedinghausen – Um „Illmer 6“ geht es am Dienstagabend, wenn sich der Rat der Gemeinde Thedinghausen zum zweiten Mal in dieser Legislaturperiode trifft. Mit Punkt fünf auf der Tagesordnung befassen sich die Mitglieder des Gremiums im Saal von Döhlings Gasthaus in Morsum mit dem Entwurf des Bebauungsplans, der die Nummer 53 trägt. Beginn der Sitzung ist um 19.30 Uhr. Nach den Plänen der Verwaltung soll ein Wohngebiet entstehen, auf dem voraussichtlich 28 Grundstücke ausgewiesen werden für zumeist eingeschossige Einfamilienhäuser und Doppelhaushälften.

Die erste Verfahrensstufe hat der Entwurf durchlaufen: Im Sommer haben Behörden und sonstige Träger ihre Empfehlungen dazu abgegeben. „Die in der frühzeitigen Behördenbeteiligung angeschriebenen Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange haben keine grundsätzlichen Bedenken gegen den Bebauungsplan Nr. 53 geäußert“, schreibt die Verwaltung in ihrer Vorlage. Auch die Bürger hatten Gelegenheit, sich zu Wort zu melden. Dafür lagen die Pläne drei Wochen lang aus. In dieser Zeit hätten, gibt Bauamtsleiter Frank Bielefeld Auskunft, 60 bis 70 Bürger aus der Samtgemeinde ihre Unterschrift auf eine Liste gegen den Bebauungsplan gesetzt. Sechs Menschen mit Einwänden haben diese schriftlich aufnehmen lassen. Diese Kritiker führen der Vor- und der Anlagen der Sitzung zufolge an, dass sie den bislang autofreien Staakweg erhalten und den Bereich auch in Zukunft als Naherholungsstrecke nutzen wollten, Grün- und Freiflächen erhalten bleiben sollen und die Kita- und Grundschul-Infrastruktur nicht weiter durch die Ausweisung neuer Baugebiete überlastet werden solle.

„Wir haben keine riesen Warteschlangen für Kitaplätze und haben noch alle Grundschulkinder untergebracht“, entgegnet Frank Bielefeld auf den letzten Kritik-Punkt. Zudem sei bereits eine Fläche gekauft worden, auf der ein Kindergarten errichtet werden könne, und die Grundschule der Gemeinde sei gerade um einen Anbau erweitert worden.

Stimmt die Politik dem entsprechenden Verwaltungsvorschlag am heutigen Abend zu – dieser beinhaltet unter anderem, dass der Rat die Abwägungsempfehlungen annimmt –, geht es für „Illmer 6“ in die nächste Beteiligungsstufe. Behörden und die Öffentlichkeit können sich dann ein weiteres Mal zu den Plänen äußern. „Ich denke, in einem halben Jahr geht es für den Satzungsbeschluss noch mal in die Politik“, sagt Bauamtsleiter Bielefeld über das angedachte Baugebiet und seine zeitliche Prognose für das Verfahren. jk

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