1. Startseite
  2. Lokales
  3. Landkreis Verden
  4. Thedinghausen

„Pfandflaschen“ lassen sich nicht unterkriegen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Thomas Speckmann

Kommentare

Früher, hier ein Bild aus den späten 90er-Jahren, lief der Kontakt körperbetonter ab.
Früher, hier ein Bild aus den späten 90er-Jahren, lief der Kontakt körperbetonter ab. © archiv

Riede – Die legendären Pfandflaschen – eine Karnevalsgruppe des MTV Riede im Vorruhestand – trafen sich auch dieses Jahr traditionell in der Fastnachtswoche am Sonntagmorgen um 11.11 Uhr zum Karneval – natürlich vorschriftsmäßig via Internet – und nicht wie in den vergangenen Jahren im magischen Keller von Renate und Günther Sturm.

Rückblick: Die Pfandflaschen traten in den Jahren nach Gründung auch noch als damalige Prinzengarde auf. Schon als Prinzengarde stimmte man sich ausgiebig auf und vor den Auftritten ein, was noch intensiviert wurde, als man nur noch unter dem Begriff Pfandflaschen firmierte und man sich sonntagmorgens das erste Mal im Keller der Familie Sturm einfand.

Dazu Danny Ohliger, ein Mitglied der Truppe: „Leider können wir das genaue Jahr nicht mehr rekonstruieren, in dem wir in den Keller gegangen sind. Aber wir vermuten, dass es 1996 gewesen sein könnte. Nach Jahren stellten wir fest, dass immer öfter die Musik schon zu Ende war und trotzdem noch zu viele Schritte übrig blieben. Nachdem wir durch die extrem vielen, harten und intensiven Übungseinheiten für die grandiosen Auftritte – die immer durch Heike Kahle geleitet und perfekt umgesetzt wurden – unseren Körpern Tribut zollen mussten, war der letzte Auftritt der legendären Pfandflaschen auf der Bühne eingeläutet. Die Gruppe gibt es schon seit ein paar Jahren nicht mehr.“

Danny Ohliger berichtet: „Aber einfach auseinanderlaufen wollten wir auch nicht. Also beschlossen wir einstimmig, dass wir uns weiterhin sonntagmorgens vor dem Karneval zum Schluckmuskeltraining in besagtem Keller treffen und die Karnevalssitzungen als Besucher weiterhin unterstützen. Meistens waren alle dabei.“

Ohliger weiter: „Weder wenig Schlaf, Kopfschmerzen, unrunder Lauf oder Ähnliches hat uns bislang davon abgehalten, uns zu treffen. Daher war klar, auch die Corona-Pandemie wird dies nicht verhindern. Kurzerhand wurde ein virtueller Keller geschaffen – inklusive Slideshow-Bier und Sambuca. Unser diesjähriges Motto lautete: Corona kann gehen, die Tradition muss bleiben!“

Das Fazit von Danny Ohliger und seinen Mitstreitern: „Es war wieder einmal ein lustiger unvergesslicher Sonntag unter Corona-Bedingungen und in der Hoffnung, dass dies ein einmaliges Erlebnis war und wir nächstes Jahr wieder einen Karneval zum Anfassen haben. Am heutigen Aschermittwoch ist sowieso alles vorbei. Aber im nächsten Jahr heißt es wieder: Riede Helau.“  sp

Heutzutage laufen Zusammenkünfte über das Internet ab. Die „Pfandflaschen“ kontaktieren, jeder für sich, von zu Hause.
Heutzutage laufen Zusammenkünfte über das Internet ab. Die „Pfandflaschen“ kontaktieren, jeder für sich, von zu Hause. © -

Auch interessant

Kommentare