Patrick Rott: Verantwortung als Bürgermeister in Blender und Samtgemeinderatsvorsitzender

Steiler Aufstieg in der Thedinghauser Kommunalpolitik

Patrick Rott (42) nach der Amtsübernahme als Bürgermeister in Blender
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Patrick Rott (42) nach der Amtsübernahme als Bürgermeister in Blender.

Intschede – Nach Rolf Thies und Andreas Meyer nun also wieder ein Rott. Patrick Rott. Der Intscheder ist in die Fußstapfen seines Vaters Axel getreten und zum neuen Blender Bürgermeister gewählt worden. Damit übernimmt der 42-Jährige nicht nur im Samtgemeinderat, dem er neuerdings vorsitzt, kommunalpolitische Verantwortung, sondern auch in seiner Gemeinde als Bürgermeister.

Es ist Rotts zweite Wahlperiode im Blender Kommunalparlament, seine erste im Samtgemeinderat. Vielleicht nicht kometenhaft, aber doch relativ steil aufgestiegen, engagiert sich da einer an vorderer Front ehrenamtlich für die Leute in Gemeinde und Samtgemeinde.

Parteipolitisch beheimatet war Patrick Rott schon mit Mitte 20. „Es muss noch in der Ära unter Kanzler Schröder gewesen sein“, erinnert er sich an seinen CDU-Eintritt. Bald schon wirkte er im Vorstand der Christdemokratinnen und -Christdemokraten mit. Folgerichtig seine Kandidatur für den Gemeinderat 2016. Der ehemalige CDU-Samtgemeindeverbundsvorsitzende Claus Lefers hatte ihn gefragt.

Rott ist ein Intscheder Urgestein. Im Ort an der Weser aufgewachsen, war er lediglich für die berufliche Ausbildung fort. Diese führte ihn schließlich ins Polizeikommissariat an die Achimer Obernstraße, wo er im Ermittlungsbereich für Verkehrsdelikte zuständig ist. Seine Heimatverbundenheit zeigt sich auch darin, dass Patrick Rott mehr als 30 Jahre Handball beim TSV Weserstrand Intschede spielte. Nun ist er noch im Vorstand des Vereins als Pressewart aktiv.

Die Wahl zum Bürgermeister war keine große Überraschung. „Wir haben das in der Fraktion und zu Hause durchgesprochen (Patrick ist dreifacher Familienvater und mit Katharina Rott verheiratet) und dann bin ich auf Listenplatz 1 gegangen“, berichtet er von den entscheidenden Tagen im Sommer. Nach der Wahl war dann auch schnell klar, dass er auf die Unterstützung der SPD bauen konnte, die Holger Haßfeld ihm zusicherte.

Kommunalpolitische Arbeit findet Patrick Rott sehr spannend. Es mache Spaß, Einfluss nehmen zu können, auch wenn manchmal endlos lange Diskussionen nervten. „Ich bin es von meinem Beruf her gewöhnt, schnell Entscheidungen zu treffen“, sagt der Polizeibeamte.

Als Aufgaben in Blender sieht er in den kommenden fünf Jahren „und auch danach noch“ die Sanierung des Blender Sees an. Dort sei man auf einem guten Weg, was aktuelle Gespräche der Lokalpolitik und des Sanierungsexperten Stefan Sandrock aus Rostock mit den Grundstückseigentümern hinsichtlich der Installation von Messpegeln gezeigt hätten, so Rott. Der neue Bürgermeister weiß aber auch darum, dass für die Sanierung vor allem Fördermittel eingeworben werden müssen. Der Gemeindehaushalt dürfe nicht übermäßig belastet werden. „Wir sind eine große Gemeinde mit vielen Dörfern“, sagt der Intscheder. Weiteres Thema ist die sogenannte Mini-Mall in Blender. Dort soll ein kleines Einkaufszentrum unter der Federführung von „My Enso“ entstehen. Diesen Prozess gelte es zu begleiten. Wichtig ist dem neuen Bürgermeister zudem die Streichung der Straßenausbaubeträge. Die Belastung von Eigentümern, wenn zum Beispiel in der Nähe ein Neubaugebiet entstehe und dann plötzlich fünfstellige Kosten auf den Eigentümer zukämen, sei weder gerecht noch zeitgemäß. Rott denkt an eine Gegenfinanzierung über die Grundsteuer. Erst wenn es eine neue Straßenausbausatzung gebe – die alte ist schon gar nicht mehr gültig – gehe es an eine Prioritätenliste mit herzustellenden Straßen. Der 42--Jährige nennt zum Beispiel die Straße Am Sportplatz.

Ein Thema verfolgt Patrick Rott aber als Bürgermeister künftig ausdrücklich nicht: Die Auflösung der jetzigen Mitgliedskommune Blender in eine Einheitsgemeinde Thedinghausen: „Im ganzen Rat ist niemand, der dafür wäre.“

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