Offizielle Übergabe eines hoch technisierten Fahrzeuges an die Freiwillige Feuerwehr Thedinghausen / Samtgemeinde investiert 110000 Euro

Neuer Einsatzleitwagen schließt Lücke im Landkreis Verden

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Vor der historischen Kulisse des Erbhofes wurde der neue ELW 1 der Schwerpunktwehr Thedinghausen übergeben - von links: Harald Hesse, Ingolf Helmken, Peter Schmidt, Kai Hübner, Slavek Mrowka, Martin Schmidt und Timo Cordes. jb

Thedinghausen - Vier Jahre sind vergangen in der Schwerpunktfeuerwehr Thedinghausen vom Beschluss, dass ein neuer Einsatzleitwagen mit aktuellen Kommunikationsmöglichkeiten dringend erforderlich sei, da der bisherige ELW 1 nicht mehr den Erfordernissen entsprach, bis zur Übergabe. Einige Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Thedinghausen, so Ortsbrandmeister Timo Cordes, begannen 2011 mit der Planung.

„Es dauerte, die Wege waren lang“, erklärte Gemeindebrandmeister Martin Köster. „Aber am Ende zählt das Ergebnis.“

Herausgekommen ist ein Einsatzleitwagen, der auf dem neuesten Stand der IT-Technik ausgerüstet ist. Das Fahrzeug ersetzt den alten ELW, der von der Feuerwehr Thedinghausen selbst hergerichtet wurde, da er vorher als Krankenwagen beim DRK im Einsatz war. Die Samtgemeinde als Träger des Brandschutzes hat nun rund 110 000 Euro für dieses neue moderne und zweckmäßige Fahrzeug investiert.

Jetzt erfolgte auf dem Erbhof, dem Domizil der Schwerpunktwehr, die offizielle Übergabe des Fahrzeuges, die Samtgemeindebürgermeister Harald Hesse vollzog.

Neben der Thedinghauser Politik-, Verwaltungs- und Feuerwehrspitze nahmen an der Übergabe auch der stellvertretende Kreisbrandmeister Peter Schmidt und Günter Storch, Leiter der Leitstelle Verden, teil.

Ein Sonderlob gab es von Bürgermeister Hesse für seine Mitarbeiterin Sandra Beneke, die im Vorfeld den vielfältigen „Verwaltungskram“ bewältigt hatte.

Oberlöschmeister und Zugführer Jens Gieschen und weitere Kameraden wurden speziell für die Nutzung der IT-Technik ausgebildet. Gieschen erläuterte interessierten Besuchern das Fahrzeug: Der Einsatzleitwagen, ein VW Crafter, dient als Führungsfahrzeug und bei größeren Einsätzen als Kommandozentrale vor Ort. Er ist in der Nutzung auch auf die 14 Ortswehren in der Samtgemeinde zugeschnitten. Meist rückt der ELW 1 als erstes Fahrzeug aus, um die Lage vor Ort zu erkunden. Besetzt wird es ausschließlich von Führungskräften (Ortsbrandmeister, Stellvertreter, Zugführer).

Der ELW 1 wurde von der Firma Schäfer in Oberderdingen (Nähe Karlsruhe) technisch eingerichtet. Das Fahrzeug besitzt einen Funktisch mit zwei Arbeitsplätzen, die jeweils mit PC ausgestattet sind. Sie können auch während der Fahrt bedient werden, um zum Beispiel digitale Einsatzdokumentationen und Rettungsdatenblätter für die Unfallrettung zu erstellen. An einem Arbeitstisch können Pläne und Dokumente ausgebreitet werden. Ebenfalls befinden sich eine Telefonanlage und Faxgerät an Bord, außerdem eine eigene Stromversorgung und ein Pressluftatemgerät. Auch ein Programm für Gefahrgutabfrage ist vorhanden.

Das Fahrzeug kann mit vier Einsatzkräften ausrücken. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Peter Schmidt: „Mit der im ELW 1 ausgestatteten Platerescue, eine spezielle Software für die Rettungskräfte, ist nun die IT-Lücke im Landkreis Verden mit seinen acht Kommunen geschlossen. Alle Einsatzfahrzeuge besitzen die gleiche Kommunikations-Software.“

jb

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