Ausbildungsbetriebe informieren in Gudewill-Schule über berufliche Perspektiven

„Nutzt diese Chance“

Produktdesigner Kevin Morgan und Auszubildender Niklas Quensell (v.r.) von der Firma Induflex erklären Aufbau und Funktionsweise einer Pin-Aufgabenmaschine und einer Kappensortieranlage. Fotos: Schmidt

Thedinghausen - Von Ingo Schmidt. Ausprobieren, reinschnuppern und Möglichkeiten ausloten – einen tiefen Einblick in die Ausbildungsangebote der Region lieferte der „Tag der Ausbildungsbetriebe“ am Donnerstag in der Gudewill-Schule. Insgesamt 17 Betriebe aus Thedinghausen und umzu hatten Fachlehrer Andreas Haulick und Frank Bielefeld, Wirtschaftsförderer der Samtgemeinde, als Koordinatoren für diese „Fachkräfteoffensive“ gewinnen können. Ebenfalls dabei war die Jugendberufsagentur des Landkreises mit Vertretern der Agentur für Arbeit, dem Jobcenter „Arbeit im Landkreis Verden“ (ALV) sowie der Jugendberufshilfe mit einem Informationsangebot zum Thema Bewerbungsgespräche.

Alle Schülerinnen und Schüler, die im Spätsommer in die Bewerbungsphase einsteigen, hatten sich seit Montag auf diesen Tag vorbereitet: Dafür hatten sie jeweils drei Ausbildungsbetriebe ausgewählt und sich Fragen zurechtgelegt. Der Besuch von Samtgemeindebürgermeister Harald Hesse unterstrich den besonderen Stellenwert dieser Berufsfindungsinitiative. Bei seiner Begrüßung wies er auf die Bedeutung solch einer Zusammenkunft hin und zog einen Vergleich zur Eheschließung: Viele Paare, die sich im Thedinghauser Rathaus das Ja-Wort geben, würden sich über das Internet kennenlernen, aber entscheidend sei letztlich die persönliche Begegnung, damit eine Verbindung entstehen könne. „Nutzt diese Chance und macht das Beste draus“, empfahl der Rathauschef.

In den folgenden drei Präsentationsrunden warben die Betriebe in den Klassenräumen um interessierte Schulabsolventen. Fachleute der Firma Induflex Sondermaschinenbau aus Blender erklärten die Funktionsweise und Fertigung elektronischer Sortieranlagen.

Produktdesigner Kevin Morgan erläuterte anhand von Videos und an Testgeräten die Entstehung von der Auftragsannahme über Modellerstellung bis zur Konstruktion. Auszubildender Niklas Quensell gab den Jugendlichen Auskunft über seine Erfahrungen im Ausbildungsberuf zum Feinmechaniker. „Meine Erwartungen haben sich voll erfüllt“, erklärte der ehemalige Schüler der Gudewill-Schule.

Wenige Türen weiter führten Kfz-Meister Tim Harnisch und Stefan Rudorff vom Autohaus Rudorff ihre Besucher anschaulich in die komplexe Welt der Automobiltechnik ein. Das Emtinghauser Autohaus samt Werkstattbetrieb sucht Auszubildende im Bereich Kfz-Mechatronik sowie Kaufleute für Büromanagement. Neben aller Sensorik und digitaler Steuerungstechnik sei der Beruf des Mechatronikers immer noch durch Handwerkstätigkeit gekennzeichnet. Auch eine steigende Relevanz der Elektromobilität würde daran nichts verändern.

Die Schülerinnen und Schüler ließen sich die Funktionsweise der Fehlerdiagnose oder Motortechnik erklären und nutzten die Gelegenheit, selbst Hand anzulegen. Stefan Rudorff schätzt diese Präsentationsmöglichkeit: „Insbesondere von dieser Schule haben wir viele Praktikumsanfragen und Bewerbungen erhalten“, sagte der Wirtschaftsingenieur. „Wir haben gemerkt, dass es gut war, bereits im vergangenen Jahr dabei gewesen zu sein.“ Auch Schüler erkannten den hohen Mehrwert: „Ich habe schon Praktika in einer Autowerkstatt gemacht und Erfahrungen gesammelt“, erklärte Lasse Kleemiß aus der 9 b, „aber der Vortrag bei Firma Maaß war trotzdem sehr interessant.“

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