Firma Krinke: Sand, Kies und Mörtel begehrt / Bald auch Beton / Flächenerweiterungspläne

Neues Mischwerk

Firmenchef Uwe Krinke vor der alten Mörtel-Abfüllanlage. Das Unternehmen wird in Kürze mit dem Bau eines neuen Mischwerks auf dem Gelände in Werder beginnen und damit seine Angebotspalette um Beton erweitern.
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Firmenchef Uwe Krinke vor der alten Mörtel-Abfüllanlage. Das Unternehmen wird in Kürze mit dem Bau eines neuen Mischwerks auf dem Gelände in Werder beginnen und damit seine Angebotspalette um Beton erweitern.

Thedinghausen-Werder – Es gibt einige wenige Gewinner der Corona-Krise. Zu ihnen gehört die Baubranche. Gebaut wird derzeit sowieso was das Zeug hält, und außerdem verbraten derzeit viele daheimgebliebene Hausbesitzer ihr Urlaubsgeld für Umbau- und Renovierungsmaßnahmen.

Vom Bauboom profitiert zwangsläufig auch die Firma Krinke in Werder, die ihr Geld vorrangig mit Mörtel, Sand, Kies und Estrich verdient. Neben diversen Großgerätschaften sind auch zwölf Lieferfahrzeuge ständig für die Firma, die 20 Angestellte hat, im Einsatz.

Das alte Kalkmörtelmischwerk ist in die Jahre gekommen. „Die Anlage hat schon 40 Jahre auf dem Buckel“, erklärt Firmenchef Uwe Krinke. „Darum bauen wir jetzt eine neue Anlage mit deutlich höherer Kapazität. Die 2,5-Kubikmeter-Anlage schafft 300 bis 600 Kubikmeter Mischung am Tag – und nicht wie bisher nur Mörtel, der vorwiegend für Verputzarbeiten verwendet wird, sondern auch Beton.“

„Beton ist dann neu in unserer Angebotspalette,“ erklärt Uwe Krinke der meint: „Die Baugenehmigung liegt quasi vor. Alle Umweltverträglichkeitsprüfungen sind gelaufen. Anfang Oktober soll es bereits mit den Abrissarbeiten der alten Anlage und dem Neubau an nahezu gleicher Stelle losgehen.“

Und weiter: „Sand und Kies haben wir schließlich genug vor Ort. Dazu kommen in der Mischung letztlich nur noch Zement und einige Zusatzstoffe.“ Uwe Krinke stolz: „Ein Mischvorgang dauert dann nur 90 Sekunden.“

„Die Millioneninvestition, auch mit Blick auf die Betonherstellung und -lieferung, ist für die Firma auch ein zweites Standbein mit Blick nach vorne“ erläutert der Firmenchef weiter. Und die Zukunft hat er fest im Blick.

„Natürlich sind die Vorkommen im Bereich Werder endlich. Doch für einige Jahrzehnte reicht es noch. Wir besitzen noch zwölf Hektar Fläche, die noch nicht abgebaut sind und für die eine Genehmigung vorliegt. Außerdem haben wir gerade von Landwirten aus der Region weitere 15 Hektar angrenzend an unsere Betriebsfläche erworben.“ Dafür laufen laut Krinke die entsprechenden Genehmigungsverfahren, „wobei ich davon ausgehe, dass wir diese Genehmigungen erhalten werden. Wir benötigen für einen geordneten Betriebsablauf etwa einen Hektar pro Jahr.“

Der Optimismus des 61-jährigen Unternehmers kommt nicht von ungefähr. Schließlich ist Sand ein rares Gut. Und in Werder haben Sand und Kies eine ausgesprochen gute Qualität. Nicht von ungefähr ist das Areal als Vorranggebiet Rohstoffgewinnung (Rohstoffsicherung) bei Bund und Land explizit aufgeführt, weil diese wichtigen Vorkommen räumlich begrenzt und nicht vermehrbar sind.

Und weil es nicht überall derart guten Sand und Kies gibt, wird das Mischgut aus dem Krinke-Werk auch weit über die Landesgrenzen hinaus, sogar bis nach Berlin, geliefert. Um alle Kundenwünsche erfüllen zu können, sollen mit Fertigstellung des neuen Mischwerkes, noch zwei weitere Spezial-Lkw hinzukommen. Diese grün-weiß gestreifen „Ungetüme“ werden dann den Namen Krinke in die Republik hinaustragen.  sp

Das Kieswerk aus der Luft: Ganz oben die Weser, der große Teich ist bereits abgebaggert, der kleine (re.) liegt im neuen Abbaugebiet binnendeichs. Die Erweiterungsfläche unten rechts ist genehmigt, andere angrenzende Flächen hat die Firma erworben.

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