Zustimmung nach heftiger Debatte

Neuer Gehweg: Seniorenresidenz tritt dafür Fläche ab

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An der Rieder Bruchstraße (rechts) und weiter an der hier abzweigenden Dorfstraße entlang ist ein neuer Geh- und Radweg geplant. Auf dem großen, noch dicht bewachsenen Grundstück möchte die Specht-Gruppe eine „Seniorenresidenz“ errichten.

Riede - „Unsere Bürger bekommen so durch die geplante Ansiedlung der Seniorenresidenz noch einen Rad- und Gehweg an der Bruch- und Dorfstraße hinzu“, freute sich der Rieder Bürgermeister Jürgen Winkelmann (SPD). Anja Clausjohannes-Vöge (CDU) hingegen warnte davor, plötzlich schnell Straßen anzupassen, nur damit die „Seniorenresidenz“ komme.

Ein Streifen Privatfläche des großen Bauareals stelle der Investor für den Gehwegbau der Gemeinde zur Verfügung, erläuterte Winkelmann. Dadurch müsse die Fahrbahn der Bruchstraße nicht weiter angetastet werden und behalte ihre jetzige Breite. Der auf Gemeindekosten gebaute neue Weg am Grundstück der „Residenz“ entlang würde sicher auch von vielen Bewohnern dieses Hauses für Senioren genutzt werden.

Planer Stephan Koch vom Ritterhuder Ingenieurbüro Kleberg + Partner hatte auf der jüngsten Sitzung des Rieder Ausschusses für Bau, Planung und Ökologie das Konzept zu den „erforderlichen Infrastrukturmaßnahmen in der Dorfstraße/Bruchstraße“ vorgestellt.

Rund 108.000 Euro würde das Ganze demnach insgesamt kosten – einschließlich einer „Verschwenkung“ der Bruchstraße am Abschnitt nahe der Einmündung zur Bremer Straße und vorgesehenen Hochbords an der Dorfstraße.

Wird es zu eng für landwirtschaftliche Fahrzeuge?

Dieses Bord sollte jedoch nach Ansicht von Joachim Otten (CDU) entfallen, da speziell die Dorfstraße so eng sei, dass dort ohnehin größere Fahrzeuge nur aneinander vorbeikommen, wenn eines in den Seitenraum ausweichen kann. Planer Koch versicherte, dass der Seitenraum-untergrund auf jeden Fall so stabil angelegt werde, dass er auch schwerere Gefährte aus der Landwirtschaft ohne Probleme aushalte.

An der Dorfstraße liegt auch ein landwirtschaftlicher Betrieb. Dessen Besitzer äußerte Befürchtungen, dass es durch einen Gehweg mit Bord vor der Hofzufahrt für seine größeren Fahrzeuge zu eng werden könnte.

Otten erinnerte daran, dass die Rieder CDU-Fraktion nach wie vor ein Seniorenzentrum der hier vorgesehenen Größe am vorgesehenen Standort ablehne. Daher sei es problematisch, jetzt im Vorhinein Straßenbaumaßnahmen zu beschließen, obwohl es noch gar keinen beschlussreifen Bebauungsplan für das „Residenz“-Vorhaben selbst gebe.

Eindeutig für den Gehwegbau sprach sich Andreas Weber-Sordon von der Grünen Liste aus. Für Fußgänger und Radfahrer werde es nämlich an der jetzigen Bruchstraße ohne Weg leicht lebensgefährlich, meinte er. Besonders gelte das auch für die Ecke Bruchstraße/Dorfstraße.

Jürgen Winkelmann sprach noch von der „einmaligen Chance“, günstig einen befestigten Fußweg zu bekommen, der auch die beiden Teile des Ortes miteinander verbinde. 

la

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