Beschlossene Satzung könnte Wiederaufbau von Wohnhaus ermöglichen

Hoffnung für junge Thedinghauser Familie

Doppelhaus in Thedinghausen-Dibbersen, eine Hälfte fehlt
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Die Haushälfte, die jetzt fehlt, könnte, wenn es nach der Gemeinde geht, bald wieder aufgebaut werden.

Thedinghausen – Einer jungen Familie, die im Außenbereich an der Dibberser Landstraße wohnt (wohnte), drohte der wohnliche Super-GAU. Nach dem Abriss ihrer baufälligen Haushälfte untersagte der Landkreis einen Wiederaufbau.

Nun hat der Thedinghauser Gemeinderat auf seiner jüngsten Sitzung am Dienstagabend in der Gustav-England-Halle den Betroffenen wieder Hoffnung gegeben, indem er einstimmig die Aufstellung einer Außenbereichssatzung für den besagten Bereich in Thedinghausen-Dibbersen beschloss. Dieser baurechtliche Verfahrensschritt könnte jetzt den Wiederaufbau ermöglichen.

Der stellvertretende Bauamtsleiter Claus Stechow hatte zuvor noch einmal erläutert, dass es sich in dieser Angelegenheit um einen einzigartigen Härtefall handele. Stechow: „So etwas ist mir in 30-jähriger Tätigkeit noch nicht untergekommen. Da muss man einfach helfen.“

Das sahen Vertreter aller Ratsfraktionen genauso. Zuvor hatte Bauexperte Stechow noch einmal einige Bedenken zerstreut. So sei ein Wiederaufbau des Hauses nur in den Maßen des abgerissenen Gebäudes möglich. Das sei durch textliche Festsetzungen geregelt. Lediglich kleinere Abweichungen seien möglich. Zudem machte Stechow deutlich, dass mit dieser Bauleitplanung kein anderer potenzieller Häuslebauer im Außenbereich einen Anspruch auf eine ähnliche Satzung erworben habe.

Profitieren könnte von dem Beschluss perspektiv lediglich eine Grünfläche in einem benachbarten Garten, auf der jetzt eine Lückenbebauung im Außenbereich möglich wäre. Das ist eigentlich nicht gewollt, aber die „Kröte“ schluckten die Ratsmitglieder. Tenor: Dieses eine Haus würde das Ortsbild auch nicht zerstören.

Allgemein wurde die Hoffnung geäußert, dass jetzt der Landkreis dem Wiederaufbau nach Inkrafttreten der Satzung und dem Stellen eines Bauantrages nicht noch Steine in den Weg legt. Dazu Gemeindedirektor Harald Hesse: „Die kommunale Selbstbestimmung hat einen hohen Stellenwert. Und wenn in dieser Sache ein einstimmiger Ratsbeschluss vorliegt, hat das schon ein ziemliches Gewicht.“

Finanziell belastet der Beschluss die Gemeinde Thedinghausen nicht. Sämtliche Kosten des Verfahrens trägt der Antragsteller.

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