Wirtepaar vom „Fährhaus“sperrt Durchgang zum Weser-Badestrand am Streek

„Müll, Vollparken, Frechheiten“

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Mit einem Zahlenschloss ist der gesperrte Weg zum Weserufer gesichert. Nur Camper und andere Gäste des Lokals „Fährhaus am Streek“ dürfen noch durch. Ihnen wird die öffnende Zahlenkombination mitgeteilt.

Morsum - Gesperrt! Bis zu 600 überwiegend jüngere Besucher gingen manchmal täglich bei Sommerwetter über den Weg vom Fährhaus am Streek zum Weser-Badestrand auf der Morsumer Seite des Flusses. Jetzt ist der Durchgang erstmals komplett versperrt und mit einem Zahlenschloss gesichert.

Nur Camper vom nahegelegenen Platz und Gäste des „Fährhaus“-Lokals dürfen weiter hier durch und bekommen die öffnende Zahlenkombination mitgeteilt.

Betrieb wurde stark gestört

„Es wurde uns einfach zuviel“, erläutert das „Fährhaus“-Wirtepaar Peters. Beim sommerlichen Ansturm seien alle Parkplätze bis ans Haus oft den ganzen Tag über mit Fahrzeugen Badender besetzt gewesen. Für Gäste des Fährhauses, die dort etwas verzehren wollten, blieb nichts frei zum Abstellen ihrer Autos. Das wirke sich natürlich auf den Umsatz des Gasthauses deutlich aus.

Dazu kamen abendliche und nächtliche Partys am Strand. Ein ständiges Hin- und Her sei das gewesen und habe Campinggäste sehr gestört. Mittels der guten Vernetzung heutzutage habe sich die Zahl der Strandfetenteilnehmer manchmal kurzfristig noch stark gesteigert.

Überwiegend handele es sich um junge Leute etwa zwischen 20 und 30 Jahren, berichtet das „Fährhaus“-Ehepaar weiter. „Wenn wir einige mal gebeten haben, etwas weiter weg vom Hofeingang auf dem dort extra kurzgemähten Rasen zu parken, gab es oft freche Antworten und lange Diskussionen“.

Wirtsleute leiden mit, sehen aber keine Alternative

Das Müllproblem nach Gelagen am Streekufer kam hinzu, und ihre „Geschäfte“ hätten Strandgäste häufig in umliegenden Gebüschen oder dicht am Weg erledigt.

„Wir haben uns das Absperren lange überlegt“, betonen die Gastronomen. Aber es gebe keine andere Möglichkeit, dem unkontrollierten Andrang Herr zu werden. Es habe zudem niemand die Zeit, sich den Tag über draußen hinzusetzen und Eintritt zu kassieren. Die vor einigen Jahren erprobte Methode, je zwei Euro auf freiwilliger Basis zu verlangen, um anfallende Kosten zu decken, habe sich nicht bewährt. Es kam kaum Geld zusammen.

Somit bleibt dieser Weg zum Strand in diesem Jahr versperrt, „obwohl es uns selbst etwas leid tut“, sagen die Wirtsleute. Sie wiesen noch darauf hin, dass auch Badeaufsicht am Streek nicht mehr gewährleistet sei. Die Wachstation sei wegen Personalmangels bei der Achimer DLRG-Gruppe schon lange Zeit nicht mehr besetzt.

la

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