1. Startseite
  2. Lokales
  3. Landkreis Verden
  4. Thedinghausen

Mühlenfeste locken viele Besucher in die Galerieholländer nach Blender und Emtinghausen

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

In Blender informiert Müller Kurt Hustedt Maren Holdorf und Tochter Emma-Lynn über die verschiedenen Getreidesorten.
In Blender informiert Müller Kurt Hustedt Maren Holdorf und Tochter Emma-Lynn über die verschiedenen Getreidesorten. © Schlüter-Ehrecke

Blender / Emtinghausen – Den Deutschen Mühlentag am Pfingstmontag nutzten viele Ausflügler zum Mühlen-Hopping, klapperten mit dem Fahrrad oder Auto erst die Windmühle in Achim, dann in Blender und Emtinghausen ab oder umgekehrt. Und jedes Baudenkmal versprüht seinen eigenen Charme.

In Blender hatte der Ernte- und Mühlenverein einiges auf die Beine gestellt. Alte Trecker von „De ole Schüün“ und Oldtimer von Autofan Ottmar Baalk und Freunden säumten den Weg zur Mühle, Jürgen Knake zeigte Kettensägenkunst und für die Kinder gab es viele Spiel- und Tobe-Aktionen. Die Mühle selbst stand sperrangelweit offen für jedermann und lud zu Entdeckertouren ein. Viele Besucher genossen den Blick aus 15 Metern Höhe von der Galerie. Wer sich traute, konnte weitere drei Stockwerke über schmale Stufen erklimmen und sogar bis in die Kappe der Mühle in 25 Metern Höhe vorstoßen.

Charlie Neumann und Kurt Hustedt, die beiden ausgebildeten Blender Müller, erklärten anschaulich die Funktionsweise der 1872 erbauten, voll funktionsfähigen Mühle. Besucherin Maren Holdorf und ihre Tochter Emma-Lynn waren begeistert vom Panoramablick und den Erläuterungen der Müller. „Es ist spannend, sich das hier alles so genau ansehen zu können“, sagte Holdorf. Die Mühlenflügel aber standen in Blender still, sonst wären Mühlenerkundungen bis in die Spitze für Besucher zu gefährlich gewesen.

Anders in Emtinghausen, wo der Dorfverein Emtinghausen-Bahlum zur Besichtigung der Emhuser Mühle eingeladen hatte. Schon von Weitem sahen die ankommenden Mühlenfans: Die Flügel des Galerieholländers drehten sich. Wilfried Peters, freiwilliger Müller, freute sich. Die Flügel mittels Motorenkraft zu drehen, war angesichts des kräftigen Windes nicht nötig, „und ich muss bei den Führungen nicht gegen den Motor anschreien“. Gemeinsam mit Müllermeister Dierk Ebel erklärte er Besuchern den Aufbau und die Funktionsweise der Mühle aus dem Jahre 1873, die in mehr als 4 000 ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden zwischen 2005 und 2012 liebevoll restauriert worden war.

Wer das Drehen der Emhuser Mühle nach dem Rundgang dann noch draußen genießen wollte, war im Garten und dem Mühlenvorplatz goldrichtig. Dort erklangen nachmittags sanfte Jazzklänge.

Von Claudia Schlüter-Ehrecke

Müllermeister Dierk Ebel (r.) und Müller Wilfried Peters (2.v.r.) zeigen den Gästen das Königsrad in Emhusen.
Müllermeister Dierk Ebel (r.) und Müller Wilfried Peters (2.v.r.) zeigen den Gästen das Königsrad in Emhusen. © Schlüter-Ehrecke

Auch interessant

Kommentare