Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“

Eine einzigartige Mühle – aber Emtinghausen bietet noch mehr

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Von der Galerie der restaurierten Mühle aus bietet sich ein weiter Ausblick auf Emtinghausen rund um die zentrale Kreuzung. Es gibt aber durchaus noch ansehnlichere Bereich der Gemeinde. Martin Schmitt vom Dorfverein, Bürgermeister Gerold Bremer und der ebenfalls stark im Dorfverein engagierte Wolfgang Brefort (von links) sind sich in einem völlig sicher: „Dieses Dorf hat Zukunft“.

Emtinghausen - Die rundum renovierte Mühle – mittlerweile Dorfgemeinschaftshaus und Kulturzentrum gleichermaßen – wirkt natürlich prägend für den Ort und ist zweifellos ein Alleinstellungsmerkmal Emtinghausens. Aber es gibt es auch andere sehenswerte Bereiche und verheißungsvolle Entwicklungen, die der Bewertungskommission des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ gut gefallen könnten.

Dessen sind sich Martin Schmitt und Bürgermeister Gerold Bremer sicher. Der 48-jährige Schmitt ist stellvertretender Vorsitzender des Dorfvereins und besonders bemüht darum, zusammen mit anderen Ideen zu entwickeln und umzusetzen, die die Zukunftsfähigkeit der 1700-Einwohner-Gemeinde stärken. Da rennt er bei Bremer selbstverständlich offene Türen ein.

Dass gleich 80 Interessierte zur Auftaktveranstaltung von „Unser Dorf hat Zukunft“ kamen, werten beide als klares Zeichen dafür, dass ziemlich vielen Einwohnern die Entwicklung in Emtinghausen am Herzen liegt. Die Zwei haben die Schirmherrschaft bei der Wettbewerbsbeteiligung übernommen. Allein sieben Gemeinden aus dem Landkreis Verden sind dieses Mal mit dabei – wie etwa Völkersen und Eitze.

Auch in der Arbeitsgemeinschaft der Emtinghausener Vereine seien deren Vertreter bei der Vorbereitung enger zusammengerückt „und ziehen an einem Strang“, freut sich Gerold Bremer.

Es bewegt sich was

Und es bewegt sich tatsächlich etwas im Ort. Für den neuen Mehrgenerationenspielplatz auf dem Mühlenberg, auf dessen Gelände auch Boulebahn und Rodelhügel liegen, haben die Bodenarbeiten zwecks Installation der Spielgeräte begonnen. An der zentralen Straße soll eine antike postgelbe Telefonzelle aufgestellt und als Info-Zentrum über Emtinghausen – nicht nur, was Veranstaltungen angeht – ausgestattet werden.

Schilder mit der Aufschrift „Raser sind doof“ als Warnung für Autofahrer vor allem in Wohngebieten wurden angefertigt, und beim geplanten gemeinsamen Feuerwehrhaus für die eigenständigen Feuerwehren Emtinghausen und Bahlum wird die Baugenehmigung erwartet.

Martin Schmitt erinnert weiter daran, dass die Landfrauen mangels Markt im Ort einen Einkaufsservice gerade auch für Ältere organisieren, dass in der alten Tankstelle ein Motorradclub heimisch wurde und Dienste anbietet und dass Einwohner etwa beim Bau der Turnhalle oder Pflastern des Bereichs vor dem Friedhof auf dem alten Dorfplatz selber Hand anlegten.

Es gebe genügend „Anpacker“ in Emtinghausen, freut sich der aus einem kleinen Ort nahe Soest in Nordrhein-Westfalen stammende Schmitt. Seit 22 Jahren lebt der fünfmalige Vater jetzt in Emtinghausen und fühlt sich hier mit seiner Familie wohl.

Kein Einfluss auf „Bunker“-Gebäude

Keinen Einfluss hat die Gemeinde wegen der bisherigen Eigentumsverhältnisse auf die Entwicklung des als „Bunker“ geläufigen Discogebäudes und des seit Langem leerstehenden historischen Gasthofs „Zum Götzen“ im Zentrum.

Auf die nur 50-minütige Rundtour mit der 18-köpfigen Bewertungskommission durch Emtinghausen und Bahlum am 15. September mit anschließender Erörterung bereiten Bremer und Schmitt sich intensiv vor. Neben markanten Plätzen und Gebäuden wie auch der alten Gaststätte Heerenkamper Krug werden idyllische Feuchtbiotope, Handwerksbetriebe und das Jugendzentrum „El Castillo“ angesteuert. Nur ein kurzer Blick wird möglich sein auf die „Produktionsstätte“ vom „Omas Gurken“ in der Ortsmitte. Diese Gurken sind bundesweit ein Verkaufsschlager.

Egal, welche Platzierung die Gemeinde erreichen wird – allein die Teilnahme am Wettbewerb und vorbereitende Aktivitäten hätten die örtliche Gemeinschaft sehr gefördert und viel für das Zusammenleben bewirkt, freut sich Martin Schmitt. 

la

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