Tendenz hin zu fest installierten Lüftungsanlagen

Mobile Lüftungsanlagen in Thedinghauser Schulen: Fachfirma prüft

Die Samtgemeinde lässt in diesen Wochen prüfen, ob die Schulen nicht besser mit solch fest installierten Lüftungsanlagen ausgestattet werden sollten. Das hätte dank Wärmerückgewinnung auch energetische Vorteile.
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Die Samtgemeinde lässt in diesen Wochen prüfen, ob die Schulen nicht besser mit solch fest installierten Lüftungsanlagen ausgestattet werden sollten. Das hätte dank Wärmerückgewinnung auch energetische Vorteile. Archivfoto: Pia Malmus / HNA

Morsum – Das Thema Lüftung von Klassenräumen beschäftigt seit Corona viele Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie besorgte Eltern. In etlichen Diskussionen wird Kritik laut, warum Länder und Schulträger nicht schon mehr unternommen hätten, um den Betroffenen in den Klassen Kälteschocks durch Querlüften zu ersparen. Der Schulausschuss der Samtgemeinde befasste sich am Montagabend in der Grundschule Morsum mit der Problematik.

Zu Gast waren auch einige Eltern, wie Ausschussvorsitzender Dieter Mensen berichtet.

Eine Achimer Fachfirma hat die Thedinghauser Schulen bereits überprüft, ob mobile Geräte für einen Einsatz bezogen auf die Raumgröße und die ausreichende Lüftungsmöglichkeit über die Fenster in Frage kommen. Mit dem Ergebnis, dass alle Unterrichtsräume in den Grundschulen der Samtgemeinde der Kategorie I zuzurechnen sind, also ausreichend über die Fenster belüftet werden können. Nur für eingeschränkt von draußen zu belüftende Räume der Kategorie II würde das Land eine Förderung von bis zu 80 Prozent gewähren. „Da das Programm aber offenbar unterfinanziert ist, dürfte dieser Fördersatz nicht erreicht werden“, heißt es in der Beschlussvorlage. Mensen zufolge wusste Samtgemeindebürgermeister Harald Hesse von vergleichbaren Fällen zu berichten, wo mit einer Förderung von 70 Prozent gerechnet worden sei, tatsächlich aber nur 50 Prozent vom Land gekommen seien, weil die Töpfe leer waren. Wenn die Samtgemeinde Kategorie-I-Räume, das sind ausreichend durch 5-Minuten-Stoßlüftung nach 20 Minuten Unterricht mit Frischluft zu versorgende Klassenzimmer, mit den Geräten ausstatten wollen würde, müsste sie die Anschaffung selbst bezahlen, 3 000 Euro pro Einheit.

 Der Ausschuss war sich Mensen zufolge einig, eine abermalige Prüfung in Auftrag zu geben, ob Schulräume eventuell mit solchen mobilen Lüftern ausgerüstet werden müssen. Der Achimer Fachberater Ralf Schulz habe, obgleich er selber von einem Anschaffungs- und Installationsauftrag profitieren würde, zu bedenken gegeben, dass am Ende immer der Steuerzahler / die Steuerzahlerin aufkommen müsste.

Mensen hatte im Anschluss an die Sitzung den Eindruck, dass die jetzige Tendenz gegen die Anschaffung von mobilen Lüftungsgeräten auf Verständnis bei den Eltern gestoßen sei. „Das ist von uns nicht zu leisten“, sagte er auf Nachfrage dieser Zeitung. Immerhin stünden 200 000 Euro dafür im Raum. Am Ende sei zudem zu befürchten, dass die mobilen Geräte in zwei Jahren als „Elektroschrott“ herumstünden.

Dafür sollen aber weitere sogenannte CO2-Ampeln angeschafft werden. Diese messen den Anteil des Kohlendioxidanteils in der Luft und mahnen über Lichtzeichen, wenn umgehend gelüftet werden sollte.

Tenor in Verwaltung und Ausschuss ist den Angaben von Dieter Mensen zufolge, lieber stationäre Belüftungstechnik inklusive Wärmerückgewinnung zu installieren. Ein Fachbüro überprüft in diesen Wochen, wo und wie eine solche Technik sinnvoll ist. Für Anschaffung und Installation steht eine 80-prozentige Förderung durch Bundesmittel zur Verfügung, auf die auch in voller Höhe zu hoffen sei, so der Ausschussvorsitzende. Gleichwohl schlüge dann immer noch ein Eigenanteil für die Samtgemeinde in Höhe von rund 400 000 Euro zu Buche.  pk

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