Hanse-Garde übt mit alten Waffen in historischer Uniformierung

Das mittelalterliche Schloss Erbhof als Trainingskulisse

Die Hanse-Garde trainierte vor dem historischen Erbhof. Dieser Aufmarsch in original Uniformen bietet auch touristisches Potential. - Foto: ha

Thedinghausen - Vor neun Jahren gründete Michael Thrun aus Emtinghausen die Hanseatische Akademie für historische Fechtkünste in Bremen.

Er trainiert interessierte Mitbürger in den unterschiedlichsten Stilrichtungen mit Hiebwaffen oder mit den filigranen Stichwaffen. Aus dieser Akademie hat sich die Hanse-Garde herauskristallisiert und gegründet, die sich aus besonders talentierten Fechtern zusammensetzt.

„Um Mitglied in einer Garde zu werden, ist eine mehrjährigen Ausbildung und sehr viel Engagement, Fleiß und Disziplin erforderlich“, sagt Thrun. Inzwischen ist die Garde soweit ausgebildet, dass einer öffentlichen Präsentation nichts mehr im Wege steht.

Die Garde hat mit dem Thedinghauser Erbhof einen idealen Ort zum Üben gefunden. Nachdem für Thrun in Bremen die bürokratischen Hürden zu hoch waren, hat man in Thedinghausen die touristische Aufwertung des Ortes durch solch eine Garde am mittelalterlichen Schloss Erbhof vollends erkannt. „Wir möchten am Erbhof eine repräsentative Schlosswache einrichten, die an bestimmten Terminen im Jahr, wie dem Tag des offenen Denkmals, ihr Können zeigt“, schwebt Thrun vor.

Der 52-Jährige sieht seine Garde als völlig unpolitisch, hat aber seit einigen Jahren sehr engen Kontakt zur Schweizer Garde im Vatikan (wir berichteten). Diese Beziehung soll noch vertieft werden. Für dieses Jahr ist Michael Thrun wieder in den Vatikan eingeladen Dabei geht es unter anderem um die Pflege von antiken Rüstungen.

Am Erbhof absolvierten die fünf Gardisten hauptsächlich Exerzierlektionen. In der historischen Uniformierung marschierte die Garde vor dem Erbhof hin und her. Kleinste Kleinigkeiten wurden korrigiert, verbessert und geübt. „Noch ein bisschen weiter rechts, so ist gut“, zeigte sich Thrun mit der Aufstellung vor dem Erbhof zufrieden. Gut eine Stunde wurde trainiert. Dann ging es an diesem Übungswochenende weiter auf dem Hof von Michael Thrun und seiner Lebensgefährtin Frauke Beer in Emtinghausen zum historischen Fechten mit verschiedenen Waffen des 13.- bis zum 18. Jahrhundert.

Dazu gehörten Schwert, Rapier, Hellebarde. Reitunterricht und Schützentraining mit historischen Waffen wie Bogen und Armbrust. Auch moderne Schusswaffen in Anlehnung an die Ausbildung der Schweizer Garde gehören dazu. Waffenlose Selbstverteidigung, Fitness und Kondition wurden ebenso geschult.

Wer mehr über die HanseGarde wissen möchte, nähere Infos gibt es im Internet.

ha

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