Mit Maske und Markierband an Bord

Fähre Gentsiet startet coronabedingt zwei Monate später in die Fährsaison

Mit Abstand betreten Fahrradfahrer und Fußgänger die Fähre Gentsiet. 
Fotos: Albrecht
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Mit Abstand betreten Fahrradfahrer und Fußgänger die Fähre Gentsiet.

Hagen-Grinden / Ahsen-Oetzen – Mit zweimonatiger Verspätung hat der Fährverein Hagen-Grinden/Ahsen-Oetzen seine Fährsaison aufgenommen. Die Vorschriften zur Verordnung, die über das Gesundheitsamt mitgeteilt wurden, hat der Verein dank seiner engagierten Mitglieder umsetzen können.

„Die Entscheidung ist mit allen Fährführern und Fastmaakern getroffen worden“, sagte der 2. Vorsitzende Jörg Krüger am Sonntag. „Und für die Mitglieder, die in dieser Zeit ihren Dienst nicht machen möchten, haben wir vollstes Verständnis“, äußerte sich Krüger.

Für den Steuermann der Fähre wurde ein Glaskasten gebaut, damit der bei seiner Arbeit abgeschirmt bleibt von den Gästen und Vereinskollegen. Was für alle gilt, ist das Tragen von Mund- und Nasenschutz. Ein Fahrradfahrer am Sonntag hatte seine Maske schlichtweg vergessen. Auch dieses Problem wurde gelöst: Fastmaaker Marco griff in eine Kiste und holte eine Einwegmaske hervor. „Sollte nicht die Regel werden. Aber für diese Fälle haben wir natürlich vorgesorgt“, sagte er.

Am Sonntag waren sie auf der Fähre mit zwei Fährführern und zwei Fastmaakern aktiv. „Sonst sind wir samstags zu zweit und sonntags zu dritt an Bord“, sagte Krüger. Dennoch mussten die Namen und Anschriften der Gäste dokumentiert und geprüft werden. Außerdem mussten die Ehrenamtlichen sichergehen, dass ausreichend Desinfektionsmittel bereitsteht. „Alles ein bisschen mehr Arbeit für uns“, so Krüger. Nicht zu vergessen, dass auf der Fähre die Abstandsregel eingehalten werden muss. Dafür sind die Sitzmöglichkeiten etwas begrenzter und durch Markierband gekennzeichnet.

Das Grundgerüst des Arbeitsplans wurde bereits im Januar aufgestellt. Durch den Wegfall der ersten Monate und des Fährfestes im August sind aber genügend Kapazitäten vorhanden, sodass die Dienste für die Mitglieder überschaubar sind. Steuermann Heinrich und Heinz zufolge, die Sonntag ihren Dienst tun mussten, ist der Aufwand im Rahmen. „Und wir haben von den ersten Fahrgästen sehr viel Lob bekommen“, so Jörg Krüger, der die Fahrgastzahlen durch das sehr durchwachsene Wetter an diesem Wochenende als überschaubar beschrieb. „Wir hatten aber auch schon Tage, wo wesentlich weniger los war“, beschrieb es Steuermann Heinz.

Und schon standen wieder zwei Radler auf der Ahsener Seite, die auf die Überfahrt warteten. „Ich komme aus Verden. Ganz schön Gegenwind auf der Fahrt hierher“, so der Pedalritter. Aber mit einem E-Bike kein Problem. Hartmut Brüns wollte einen kleinen und kurzen Abstecher nach Etelsen zu einem Zuchtfreund machen. „Ideal, brauche ich nicht mit dem Fahrrad umzu fahren“, so der Morsumer.

Fährzeiten und Aktuelles

Bis auf weiteres bleiben die Fährzeiten wie angekündigt am Sonnabend und Sonntag bis zum Fährschluss am 3. Oktober bestehen. Neuigkeiten veröffentlicht der Verein stets auf seiner Internetseite: www.faehrverein.de

Von Heiner Albrecht

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