Beste Stimmung

„Sing das Ding“: Massen-Karaoke begeistert auf Straußenfarm

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Alte Hits stimmten Marco Neumann (Bodhran) und Marcus Friedeberg (Gitarre) an.

Thedinghausen-Werder - Alle machen mit, keiner muss alleine vor dem Publikum stehen – bei einer Massen-Karaoke ist die Hemmschwelle sehr gering und Spaß für jedermann ist garantiert. Zum ersten „Sing das Ding“ in der Straußenfarm in Werder hatten Marco Neumann und Marcus Friedeberg für Freitagabend eingeladen. Der Clou: Die beiden Musiker werfen nicht nur Liedtexte auf die Leinwand, sondern liefern mitreißende, handgemachte Musik.

„Wir spielen die Instrumente live, und so können wir individuell auf das Publikum eingehen“, beschreibt Neumann die Besonderheit. „Wir können Passagen wiederholen oder die Tonlage auf die Stimmen der Sängerinnen und Sänger anpassen.“ Der Ablauf sei dadurch sehr entspannt und flexibel.

Friedeberg war schon mit einem Solokonzert in Werder und schätzt die freundliche und gemütliche Atmosphäre der Gaststube. Schnell war die Idee geboren, auch in der Straußenfarm eines seiner Mitsing-Konzerte zu veranstalten. „Wir spielen unsere Karaoke-Abende einmal monatlich in Oldenburg und erleben dort große Resonanz mit bis 150 Gästen“, erklärt der Entertainer.

Nun trugen sie ihr erfolgreiches Sing-Konzept nach Werder. „Rudelsingen macht tierisch Spaß und befreit“, beschreibt Friedeberg die besondere Wirkung. „Wir erleben oft einen verhaltenen Start, aber am Ende gehen alle mit einem Lächeln nach Hause.“

Das Publikum war sehr gespannt und wollte Neues entdecken: „Wir wissen nicht, was uns erwartet und lassen uns überraschen“, sagt Annette Pajer aus Schwarme, aber Singen sei gesund und mache Spaß. „Mit anderen gemeinsam zu singen, ist ein tolles Erlebnis“, weiß Petra Sucholienski aus Verden.

Das Publikum legte sich bei der Mitsingparty kräftig ins Zeug. 

Im Gepäck hatten die zwei Musiker Rock- und Popsongs sowie Oldies in deutscher und englischer Sprache, eben für jeden was dabei. Für seine rund 50 Gäste hatte das Duo drei Sets mit jeweils 35 Minuten eingeplant.

Zunächst aber standen Atem- und Stimmübungen auf dem Programm. „Wir möchten, dass ihr schön singt und dass ihr laut singt, am besten schön laut“, lautete die Zielsetzung. Die Besucher atmeten, als wollten sie den Bauchnabel an die Wirbelsäule pinnen, eine Kerze mit dem Zwerchfell auspusten oder sie imitierten Pferdeschnauben.

Zum Einstimmen folgte schließlich der gemeinsame Refrain von Uriah Heeps „Lady in black“ aus dem Jahre 1977. Damit war der Saal schnell mit Sangesleidenschaft erfüllt. Anschließend schmetterte die Gesellschaft den Oscar prämierten Song „Que sera“ aus dem Hitchcock-Klassiker „Der Mann, der zu viel wusste“, gefolgt von „Über den Wolken“ von Reinhard Mey. Über „Let it be“ der Beatles, „The wild rover“ und „Molly Malone“ von The Dubliners sowie Torfrocks „Beinhart“ arbeitete sich die Sangesschar durch Meilensteine des Musikuniversums. Instrumental stets sicher begleitet von Friedeberg auf der zwölfsaitigen Gitarre und Neumann auf der Bodhran sowie mit einer eindrucksvoll inszenierten Tin Whistle bei „Locomotiv Breath“ von Jethro Tull.

Dieser Abend mit „Sing das Ding“ verlangt nach einer Fortsetzung.

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