„Mehr Schulwegsicherheit“: 423 weitere Unterschriften / Bushalte-Konzept

Neue Radweg-Prioritätenliste weckt Hoffnung bei Initiative

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Der Einmündungsbereich der Landesstraßen 331 und 333 in Riede-Felde. Ilse Lange setzt sich mit ihrer Initiative seit Jahren für die Entschärfung dieses Gefahrenbereiches ein – insbesondere mit Blick auf die Schulkinder.

Riede/Felde - Die Bürgerinitiative (BI) „Mehr Schulwegsicherheit an Landesstraßen“, seit sechs Jahren aktiv, hat ihren Druck auf Politik in Kreis und Land verstärkt.

Das berichtet die „Hauptstreiterin“ Ilse Lange. Im Visier sind dabei vorrangig die Verbindungen Schwarme-Bremen (L 331) und Felde-Okel/Bassum (L 333) in Felde. So seien im Jahr 2015 von der BI 423 weitere Unterschriften zur Unterstützung der Forderung nach mehr Schulwegsicherheit gesammelt und an die Landesregierung, die Fraktionen des Landtages und die Kreistage in Verden und Diepholz geschickt worden. Dabei unterzeichneten nicht nur Rieder, Felder und Emtinghauser, sondern auch viele Bürger aus Syke, Weyhe und anderen Nachbarorten. Vorrangig geht es dabei um den Bau eines Radwegs von Felde nach Okel (Okeler Damm), wobei dem Teilstück auf kreisverdener Gebiet (von der L 331 / Felder Dorfstraße/Bremer Straße) bis zur Einmündung Heiligenbruch) seitens der BI noch eine besondere Bedeutung zugemessen wird.

BI-Sprecherin Ilse Lange: „Mit den bereits in den Vorjahren gesammelten 547 Unterschriften können wir jetzt schon auf knapp 1000 Unterstützer verweisen.“

Hoffnungsfroh macht Ilse Lange auch die Tatsache, dass der Initiative mittlerweile ein Unterstützungsangebot“ des Landesministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr vorliegt. Ilse Lange: „Das Angebot ist noch nicht konkret mit Inhalten gefüllt. Aber zumindest hat sich einmal jemand an entsprechener Position dieses Sachverhaltes angenommen. Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten.“

Ilse Lange blickt zudem auf das neue Radwegekonzept des Landkreises. Im Gegensatz zum Vorgänger-Konzept ist das Radweg-Teilstück am Okeler Damm aufgrund geänderter Vorgaben in der Prioritätenliste für die Samtgemeinde Thedinghausen hier gleichberechtigt mit dem Radweg in Oiste und an der Dibberser Landstraße verankert.

Mit Blick auf die Sicherheit der Schulkinder an der L 331 ist zudem eine neue Variante im Spiel. In Höhe Stahlbau Voigt könnte eine Bushaltestelle mit Wendeplatz angelegt werden, die es den Schülern ermöglicht, nur auf einer Seite in den Bus einzusteigen. Ilse Lange: „Das würde das Gefährdungspotenzial erheblich verringern.“ Der für die Samtgemeinde tätige Planer Jan Hiske erarbeitet derzeit eine Umsetzungsmöglichkeit und einen Kostenrahmen. Inwieweit eine solche, eher teure Lösung zum Tragen kommt, bleibt abzuwarten. Das Land (Straßenbauamt) wird die Sachlage nach Vorlage des Planes prüfen.

Angesichts der gestiegenen Aktivitäten und neuer Argumente erwartet Ilse Lange auch eine bessere und zielgerichtetere Zusammenarbeit der beteiligten Behörden.

Mittlerweile ist die Bürgerinitiative auch im Kalender „Soziale Bewegungen“ aufgenommen. „Auch das verstärkt unser Anliegen“, so Ilse Lange.

sp

www.bi-schulwegsicherheit-riede.de

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