Matsch-Bruchstraße, marode Denkmalsmauer, schlammiger Landesgraben

Reparaturstellen inspiziert

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Dringend sanierungsbedürftig: die Mauer beim Rieder Denkmal samt des holprigen Wendeplatzes davor. Im späten Nachmittagssonnenschein waren sich die Mitglieder des Bau- und Ökologieausschusses darüber beim Ortstermin einig. Links Baumtsleiter Roland Link, rechts Ausschussvorsitzender Horst Eggers und im karierten Hemd Bürgermeister Jürgen Winkelmann.

Riede - Reparaturbedürftige Bereiche der Gemeinde inspizierten Mitglieder des Rieder Ausschusses für Bau, Planung und Ökologie zusammen mit Samtgemeinde-Bauamtsleiter Roland Link auf einer kleinen Besichtigungstour.

Da wäre etwa der nach Regenfällen schnell matschige Seitenraum der Felder Bruchstraße im dortigen Wohngebiet. Entwässern durch Rohre und andere Varianten kamen zur Sprache. Zunächst aber soll die Verwaltung vor allem Kosten von Lösungsvarianten ermitteln. Das schlug der Ausschuss auf seiner anschließenden Sitzung im Bürgerzentrum „Altes Feuerwehrhaus“ einmütig vor. Ausschussvorsitzender Horst Eggers (CDU) wies darauf hin, dass es an anderen Seitenstraßen ähnliche Probleme gebe, „aber irgendwo müssen wir ja anfangen“. Leider existieren auch an der Bruchstraße keine Gräben mehr.

Einig waren sich ebenfalls alle darin, dass die marode Mauer beim Rieder Denkmal am Albert-Eichhorn-Weg ausgebessert und etwas verlängert werden muss. Zusätzlich wäre der Wendebereich davor gut zu befestigen, damit es für Besucher hier angenehmer wird, betonte Bürgermeister Jürgen Winkelmann.

Nächste Station war die Bushaltestelle beim Gasthaus Scholvin-Ortmann in der Ortsmitte, wo ein Infokasten über die Radwanderstrecke informiert. Ein weiterer Kasten soll an zwei weiteren Metallpfosten angebracht werden zur Information über amtliche Bekanntmachungen, Veranstaltungen und mehr. Es müssten 2000 Euro im Haushalt bereit gestellt werden. Ratsmitglied Werner Hasemann (SPD) hatte in der ebenfalls hier vorgesehenen Ortskarte schon Fehler entdeckt So ist der Rieder Landesgraben als „Teich“ verzeichnet.

Genau an diesen Graben führte die letzte Besichtigung. Vom Grundstück eines Landwirts aus bot sich der Blick in eine grüne Idylle mit hier rund zwölf Meter breitem Graben samt baum- und buschbestandenem Ufergelände.

Der schöne Anblick aber trügt. An diesem Abschnitt droht das Gewässer zu verschlammen und „umzukippen“. Der wachsende Seerosenteppich gilt als Warnsignal. Auch die schon erfolgte Sanierung anderer Grabenabschnitte wäre wieder gefährdet. Für die Sicherung des Wasserdurchflusses sei der Mittelweserverband zuständig, aber nicht für weitere Maßnahmen der Gewässerpflege, betonte Winkelmann. Hier müsse die Gemeinde finanziell mit einsteigen. Damit der Entschlammungsaufwand nicht ins Unermessliche steigt, sollte aber vorher eine Höchstsumme festgelegt und „gedeckelt“ werden.

Problematisch könnte es nach Kenntnis von Ausschussmitgliedern werden, passende Stellflächen für Bagger zum Entschlammen zu finden. Ein großer Teil der Uferbereichs ist in Privatbesitz. Es müssten daher erst Zustimmungen eingeholt werden, die nicht in jedem Fall zu erwarten seien.

Werner Hasemann erhofft sich aber auch Entgegenkommen von Anliegern, wenn aus öffentlichen Mitteln der Graben in Ordnung gebracht werde. „Ich würde mich danach gern am Ufer auf eine Bank setzen und den Ausblick genießen“, meinte er und konnte sich vorstellen, dass etlichen anderen Bürgern das ebenfalls sehr gefallen würde.

la

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