Gedankenspiele im Emtinghauser Gemeinderat / Initiative des Nachbarortes Schwarme

Marode Eyter-Brücke wieder herstellen?

Diese Brücke über die Eyter mitten in der Feldmark, vorne die Emtinghauser Seite, soll (vielleicht) wieder aktiviert werden.
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Diese Brücke über die Eyter mitten in der Feldmark, vorne die Emtinghauser Seite, soll (vielleicht) wieder aktiviert werden.

Emtinghausen – In Thedinghausen denkt man an einen Anschluss an das Bremer Straßenbahnnetz nach. In Emtinghausen ist man etwas bescheidener, wenn es um Verkehrsanbindung geht.

In früheren Jahren diente eine kleine Brücke auf einem Eyter-Stauwehr als Verbindung durch die Feldmark für Fußgänger und Radfahrer von Emtinghausen nach Schwarme und umgekehrt. Diese Verbindung wurde überflüssig, nachdem vor etwa 20 Jahren der Radweg entlang der Landesstraße gebaut wurde. Inzwischen kann die alte Verbindung nicht mehr genutzt werden. Die Schwarmer Seite ist, zumindest im Eyter-Bereich, voll zugewachsen. Rund 70 Meter Weg auf Emtinghauser Seite sind auch kaum fahrradtauglich. Vor allem ist die Brücke, die auf Emtinghauser Gebiet steht und in Emtinghauser Besitz ist, marode. Schon vor Jahren wurde das Geländer abgebaut und der Übergang mit Ketten auf jeder Seite gesichert.

Nun gibt es Gedankenspiele, die alte Verbindung wieder zum Leben zu erwecken, die von Emtinghausen über mehrere Strecken, hauptsächlich über die Deichstraße, zu erreichen ist. Wie der Emtinghauser Bürgermeister Gerold Bremer im Rahmen der jüngsten Ratssitzung erläuterte, sie die Initiative in dieser Sache von Schwarmer Seite ausgegangen.

Dort wird gerade die Flurbereinigung durchgeführt – und im Zuge dieser Flächenbegradigung und Neuordnung könnte auch der Anschluss an die Brücke wieder hergestellt werden, auch weil benötigte Flächen jetzt zur Verfügung stehen würden. Nur: Mit einer neuen Anbindung wäre das Problem der Eyter-Überquerung über die Brücke immer noch nicht gelöst. Und damit wäre jetzt Emtinghausen am Zug– als Besitzer der Eyter an dieser Stelle und damit auch der Brücke.

An diesem Punkt, eigentlich nur eine Mitteilungsvorlage, entzündete sich eine Diskussion im Gemeinderat. Auf der einen Seite standen die Befürworter einer Brückensanierung beziehungsweise eines Neubaus, wobei allen klar war, dass solch ein Vorhaben nur mit Hilfe verschiedener Fördertöpfe zu realisieren wäre. Torsten Niemann beispielsweise verwies auf die vielen Radfahrer, auch Gruppen, die eine solche naturnahe Route sicher gut annehmen würden. Andere, wie Ute Janßen, verwiesen auf die hohen Kosten, die in jedem Fall zum Teil auch bei der Gemeinde hängen bleiben würden sowie darauf, dass es in der Nähe bereits verschiedene Eyter-Übergänge gibt. Sie und andere sahen das Projekt eher skeptisch.

Konsens blieb am Ende, dass sich Vertreter der Gemeinde Emtinghausen mit ihren Schwarmer Kollegen zusammensetzen wollen, um überhaupt erst einmal Genaueres zu erfahren und auch um über eine mögliche Kostenbeteiligung des Nachbarortes an den dann nötigen Brückenbauarbeiten zu verhandeln. Danach könne man im Emtinghauser Rat immer noch weiter diskutieren und gegebenenfalls auch einen Beschluss fassen.

Erwähnt wurde in diesem Zusammenhang auch, dass die Gemeinde Emtinghausen seinerzeit froh gewesen sei, dass ein sogenannter Musterradweg entlang der Landesstraßen-Hauptverbindung angelegt wurde. Die Kosten teilten sich damals das Land auf der einen und die Orte Schwarme und Emtinghausen auf der anderen Seite.  sp

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